Die Tanzsteuer in Potsdam, die seit 2006 auf Tanzveranstaltungen in Diskotheken erhoben wird, steht vor der Abschaffung. Auf Initiative der FDP hat der Finanzausschuss der Kommunalpolitik am Mittwoch beschlossen, die Abgabe aus der Vergnügungssteuersatzung zu streichen. Die endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung am 1. Juli, doch das klare Votum des Ausschusses gilt als Vorentscheidung.
Hintergrund der Tanzsteuer
Die Tanzsteuer wurde 2006 eingeführt und betraf vor allem Diskotheken und Clubveranstaltungen. Sie war in der Vergnügungssteuersatzung der Stadt verankert und wurde von vielen Betreibern als Belastung kritisiert. Die FDP argumentierte, dass die Steuer die Kulturszene und das Nachtleben in Potsdam beeinträchtige.
Reaktionen auf den Beschluss
Die FDP zeigte sich erfreut über den Beschluss. „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Potsdamer Kultur- und Veranstaltungslandschaft“, sagte ein Sprecher. Auch Betreiber von Diskotheken begrüßten die Entwicklung. Kritiker der Abschaffung befürchten hingegen Mindereinnahmen für die Stadtkasse.
Die endgültige Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung wird mit Spannung erwartet. Sollte die Abschaffung beschlossen werden, wäre die Tanzsteuer in Potsdam Geschichte.



