USA ändern Militärstrategie im Iran: Wechsel zu gezielten Präzisionsoperationen
Das US-Militär plant eine grundlegende Änderung seiner Taktik im Iran nach der erfolgreichen Eroberung der Lufthoheit über die südliche Küstenregion des Landes. Generalstabschef Dan Caine gab während einer Pressekonferenz im Pentagon bekannt, dass die Streitkräfte nun von umfangreichen Angriffen mit Fernkampfwaffen zu präzisen, gezielten Operationen übergehen werden.
Strategischer Wechsel nach Luftüberlegenheit
„Wir haben die Lufthoheit über die südliche Flanke der iranischen Küste erlangt und werden nun unsere Streitkräfte kontinuierlich tiefer in iranisches Territorium vordringen lassen“, erklärte Caine vor versammelten Medienvertretern. Der Generalstabschef betonte, dass dieser strategische Wechsel am vierten Tag der gemeinsamen US-israelischen Offensive erfolgen soll.
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) plane dabei den Einsatz sogenannter Hellfire-Raketen, um die Operationsgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen. Diese Präzisionswaffen sollen gezielte Schläge ermöglichen, während gleichzeitig die Intensität der Militäroperationen gesteigert wird.
Drei Hauptziele der US-Offensive
Nach Angaben des US-Militärs verfolgt die aktuelle Offensive drei zentrale strategische Ziele:
- Die vollständige Zerstörung des iranischen Raketensystems zum Schutz der Vereinigten Staaten und ihrer regionalen Partner
- Die Vernichtung oder erhebliche Schwächung der iranischen Marinekapazitäten
- Die Verhinderung eines schnellen Wiederaufbaus der militärischen Fähigkeiten des Iran
Geheimhaltung bei Munitionsvorräten
Auf konkrete Nachfragen zu den verbleibenden Munitionsvorräten ging Generalstabschef Caine nicht ein. „Wir verfügen über ausreichende Mengen an Präzisionsmunition für die anstehenden Aufgaben“, erklärte er lediglich. Aus Gründen der operativen Sicherheit wolle er keine genauen Zahlen oder Mengenangaben machen.
Dies war bereits der zweite Presseauftritt von Verteidigungsminister Hegseth und Generalstabschef Caine innerhalb einer Woche, bei dem Einblicke in die laufende Iran-Offensive gewährt wurden. Die beiden hochrangigen Militärvertreter betonten die Notwendigkeit der Taktikänderung angesichts der erreichten Luftüberlegenheit und der strategischen Entwicklung der Operation.



