Landtagswahl Baden-Württemberg: Grüne siegen knapp, SPD droht Landtagsaus
Baden-Württemberg-Wahl: Grüne siegen knapp, SPD droht Aus

Historischer Wahlsieg für Grüne in Baden-Württemberg

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg hat am 8. März 2026 zu einem knappen, aber historischen Ergebnis geführt. Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen führt Cem Özdemir (60) mit den Grünen das Feld an und kann sich als klarer Wahlsieger feiern lassen. Mit aktuell 32 Prozent der Stimmen liegen die Grünen vor der CDU, die auf 29 Prozent kommt. Damit hat die Union einen Vorsprung von 14 Prozentpunkten aus den vergangenen Monaten vollständig verspielt.

SPD droht der Rauswurf aus dem Landtag

Besonders dramatisch ist die Situation für die Sozialdemokraten. Mit lediglich 5,5 Prozent kämpft die SPD gegen den möglichen Rausflug aus dem Stuttgarter Landtag. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf (34) kommentierte das Ergebnis mit den Worten: „Wir sind unter die Räder gekommen.“ In einer ersten Stellungnahme bezeichnete er das Wahlergebnis als „sehr bitter für uns“ und sieht seine Partei im Zweikampf zwischen Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel (37) zerrieben.

Jubel bei den Grünen, Enttäuschung bei der CDU

Während bei den Grünen großer Jubel ausbrach, herrscht im Lager der CDU Enttäuschung und Schock. Cem Özdemir feierte seinen Sieg mit den Worten: „Was für ein Wahlkampf, was für eine fulminante Aufholjagd.“ Grünen-Chef Felix Banaszak (36) sprach von einem „großartigen Ergebnis“ und einem wichtigen Start ins Superwahljahr. Auch Grünen-Chefin Franziska Brantner (46) und Co-Parteichefin Ricarda Lang (32) zeigten sich überwältigt von dem historischen Ergebnis.

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CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel wirkte bei seiner ersten Ansprache sichtlich niedergeschlagen und dankte seinen Wahlkämpfern: „Ihr wart einfach klasse! Alle Christdemokraten haben mit Anstand alles in diesem Wahlkampf gegeben.“ Diese Formulierung wird als klarer Seitenhieb gegen die Grünen gewertet, denen Hagel eine Schmutzkampagne vorwirft.

Ausblick auf weitere Wahlen

Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg hat Signalwirkung für die kommenden Landtagswahlen. Bereits nächsten Sonntag findet die Kommunalwahl in Hessen statt, in zwei Wochen folgt die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Dort kämpft Ministerpräsident Alexander Schweitzer (52, SPD) gegen Gordon Schnieder (50, CDU) um den Sieg. Schnieder kommentierte: „Das enge Rennen in Baden-Württemberg zeigt, dass es am Ende auf jede Stimme ankommt.“

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) zeigte sich im ARD-Interview betreten, hofft aber noch auf eine Wendung: „Man sollte den Abend noch abwarten. Die CDU Baden-Württemberg hat klar zugelegt. Es müsste noch ein kleines Wunder geben.“

AfD verdoppelt Ergebnis

Zufrieden zeigte sich AfD-Chefin Alice Weidel (47) mit dem vorläufigen Ergebnis ihrer Partei: „Es läuft auf eine Verdoppelung unseres Ergebnisses hinaus.“ Damit positioniert sich die AfD als drittstärkste Kraft im Südwesten.

Die Wahlbeteiligung lag nach ersten Schätzungen bei etwa 68 Prozent, was einer leichten Steigerung gegenüber der vorherigen Landtagswahl entspricht. Die endgültigen Ergebnisse werden in den kommenden Stunden erwartet, doch die Tendenz scheint klar: Baden-Württemberg bleibt grün-regiert, wenn auch mit veränderten Mehrheitsverhältnissen.

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