Entwarnung nach Hochwasserwarnung: Isar-Pegel in München sinkt wieder
Nach den intensiven Regenfällen zum Wochenbeginn hat sich die Hochwassersituation an der Isar in München deutlich entspannt. Das Wasserwirtschaftsamt München gab am Dienstagmittag offiziell Entwarnung und teilte mit, dass keine akute Gefahr von Ausuferungen oder Überschwemmungen mehr bestehe.
Pegelstände zeigen klare Entspannungstendenz
Der Wasserstand der Isar sinkt kontinuierlich und wird voraussichtlich am frühen Nachmittag die Meldestufe 1 unterschreiten. Zum Mittagszeitpunkt lag der Pegel noch bei 255 Zentimetern, was etwa 15 Zentimeter über der Warnschwelle liegt. Die Tendenz ist jedoch eindeutig abnehmend, wie die Behörden betonen.
Der Hochwassernachrichtendienst des Landesamtes für Umwelt in Augsburg bestätigte, dass im Freistaat Bayern vorläufig kein weiterer Niederschlag zu erwarten sei. Zudem sei die Schneeschmelze in den Alpen nur gering ausgeprägt, was dazu beitrage, dass sich die Hochwasserwellen weiter abbauen könnten.
Ursprung der Hochwassergefahr
Die kritische Situation hatte sich durch anhaltende Niederschläge in Verbindung mit der einsetzenden Schneeschmelze in den Alpen entwickelt. Besonders im Alpenvorland waren die Böden bereits vom vergangenen Wochenende wassergesättigt, was die Aufnahmefähigkeit für weitere Niederschläge deutlich reduzierte.
Am Dienstagnachmittag hatte der Pegel München/Isar mit 241 Zentimetern die Meldestufe 1 überschritten. Diese Warnstufe bedeutet für die Isar in München, dass kleine Überflutungen von Wiesen, Feldern oder Uferwegen möglich sind, während für Wohngebiete meist keine unmittelbare Gefahr besteht.
Regionale Auswirkungen in Bayern
Die Regenfälle zum Wochenbeginn hatten in verschiedenen Regionen Bayerns zu Hochwasserwarnungen der Behörden geführt. An zahlreichen Gewässern wurden die Meldestufen eins und zwei erreicht, bei denen Felder oder einzelne Straßen überschwemmt werden können. Teilweise wurde sogar die dritte Meldestufe ausgerufen.
Die Experten gehen davon aus, dass sich die Hochwasserwellen über Main und Donau weiter abbauen werden. An den großen Flüssen werden die Pegel voraussichtlich noch längere Zeit erhöhte Wasserstände aufweisen, während an den kleineren Gewässern im Alpenvorland bereits mit sinkenden Pegelständen zu rechnen ist.
Verhaltensempfehlungen der Behörden
Trotz der Entwarnung rät das Wasserwirtschaftsamt der Bevölkerung weiterhin zur Vorsicht. Die Behörde empfiehlt, sich unbedingt über die aktuelle Wetter- und Hochwasserentwicklung sowie über die Ausgabe amtlicher Warnungen zu informieren.
Konkrete Sicherheitshinweise umfassen:
- Sich von Gewässern fernhalten
- Autos aus hochwassergefährdeten Bereichen entfernen
- Vorsorge- und Schutzmaßnahmen regelmäßig überprüfen
- Die eigene Sicherheit stets im Blick behalten
Die ursprüngliche Hochwasserwarnung war bis zum 25. Februar, 10 Uhr, gültig. Mit der aktuellen Entspannung der Lage können die Münchner jedoch aufatmen, solange keine neuen Niederschläge hinzukommen.



