Frühlingsgefühle in Bayern: Bleibt das milde Wetter oder kehrt der Winter zurück?
Frühlingswetter in Bayern: Bleibt es mild oder kommt der Winter?

Frühlingshafte Temperaturen in Bayern: Ein vorübergehendes Phänomen?

In München und vielen Teilen Bayerns fühlt es sich derzeit wie Frühling an, mit Temperaturen, die deutlich über den üblichen Werten für Ende Februar liegen. Bei Sonnenschein sind im Alpenvorland und im Raum München verbreitet zweistellige Höchstwerte möglich, was subjektiv bereits frühlingshaft wirkt. Doch ist dieses schöne Wetter gekommen, um zu bleiben, oder kehrt der Winter noch einmal zurück? Diplom-Meteorologe Dominik Jung gibt im AZ-Interview Einblicke in die aktuellen Aussichten, die Pollensaison und die UV-Gefahr.

Der Winter ist noch nicht endgültig vorbei

Dominik Jung betont, dass der Winter nach den aktuellen Wetterdaten noch nicht endgültig vorbei ist, auch wenn sich das Wetter frühlingshaft anfühlt. Meteorologisch befinden wir uns in einer Übergangsphase. Gerade im März sind in Bayern weiterhin deutliche Kälterückfälle möglich, einschließlich Frostnächten, Bodenfrost oder späten Schneefällen. Solche Wechsel sind typisch für das Spätwinterklima in Süddeutschland. Die Wahrscheinlichkeit für längere Kälteperioden nimmt zwar langsam ab, aber einzelne winterliche Episoden sind weiterhin realistisch. Ein endgültiges Winterende lässt sich derzeit noch nicht feststellen.

Milde Temperaturen mit wechselhaften Aussichten

Nach den aktuellen Prognosen bleibt das Temperaturniveau zunächst relativ mild, mit Werten von 15, 16 oder auch 17 Grad. Vor allem im südlichen Alpenvorland können bei Sonnenschein weiterhin angenehme Temperaturen erreicht werden. Im Verlauf der kommenden Woche deutet sich jedoch mehr Wechselhaftigkeit an, mit dichteren Wolkenfeldern und zeitweise etwas Regen. Die Temperaturen bleiben zunächst überwiegend überdurchschnittlich, können aber zwischen einzelnen Wetterlagen spürbar schwanken. Typisch für diese Jahreszeit sind größere Unterschiede zwischen sonnigen Regionen und Gebieten mit länger anhaltendem Hochnebel.

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Frühlingsbeginn mit typischen Schwankungen

Nach den bisherigen Trends könnte der Frühling in Bayern insgesamt eher mild beginnen, mit einer Tendenz zu leicht überdurchschnittlichen Temperaturen im März. Das bedeutet jedoch nicht durchgehend frühlingshaftes Wetter, sondern häufige Wechsel zwischen milden und kühleren Phasen. Besonders in Bayern und Oberbayern sind solche Schwankungen typisch. Während im Alpenvorland und in den Niederungen frühe Frühlingsphasen auftreten können, halten sich winterliche Bedingungen in den Alpen meist länger. Ein stabil warmer Frühling stellt sich erfahrungsgemäß oft erst im April oder Mai ein.

Früher Pollenflug und UV-Gefahr

Die aktuell milden Temperaturen haben zu einem frühen Beginn der Pollensaison geführt, mit Hasel- und Erlenpollen, die Allergikern bereits zu schaffen machen. Wenn die Temperaturen mild bleiben, dürfte sich der Pollenflug rasch verstärken, besonders bei sonnigen und trockenen Wetterlagen. Wechselhafte Phasen mit Regen können die Belastung vorübergehend reduzieren. Im weiteren Verlauf ist mit der Birkenblüte zu rechnen, die für viele Allergiker die stärkste Belastungsphase darstellt.

Bei schönem Wetter planen viele Ausflüge in die Alpen, doch die Sonnenstrahlung ist bereits deutlich stärker als im Hochwinter. Die UV-Belastung ist in den Alpen erhöht, da mit zunehmender Höhe die Strahlungsintensität zunimmt und Schneeflächen die Sonnenstrahlung reflektieren. Selbst bei kühlen Temperaturen kann die Sonne stark wirken, weshalb angemessener Sonnenschutz für Gesicht, Lippen und Augen empfohlen wird.

Insgesamt spricht vieles für einen wechselhaften Spätwinter mit mildem Grundcharakter, der typisch für Bayern ist. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den Prognosen von Experten wie Dominik Jung, um die Wetterentwicklungen besser einzuschätzen.

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