Frostiger Start in die Osterferien: Aprilwetter mit Schnee und Kälte
Deutschland erlebt einen markanten Wetterumschwung genau zum Beginn der Osterferien. In neun Bundesländern starten die Schulferien mit frostigen Temperaturen, Regen und teils erheblichem Schneefall. Statt der erhofften Frühlingssonne müssen sich Urlauber und Daheimgebliebene auf winterliche Bedingungen einstellen.
Schneefall in Bayern und bundesweite Abkühlung
In Kaufbeuren liegt seit Donnerstag wieder eine dicke Schneedecke, die sogar die frisch ausgetriebenen Forsythien-Blüten unter sich begräbt. Lastwagen kämpfen sich durch schneebedeckte Straßen, während in Inzell in Oberbayern bereits ein Osterei an einem schneebedeckten Strauch hängt – ein surreales Bild zum Ferienbeginn.
Diplom-Meteorologe Adrian Leyser erklärt gegenüber BILD: „Das Aprilwetter mit Spätwinter-Touch bleibt uns erhalten, auch am Wochenende.“ Wetter-Youtuber Kai Zorn formuliert es noch drastischer: „Der jüngste Polarluft-Vorstoß ist eine herbe Klatsche für alle, die sich auf Frühling eingestellt hatten.“
Wetterentwicklung am Wochenende
Der Freitag zeigt sich noch vergleichsweise harmlos. Nach letzten Schneeschauern in der Alpenregion in der Nacht zu Freitag kann sich vor allem im Nordosten sogar längere Sonne zeigen. Doch bereits am Samstag ändert sich die Situation grundlegend.
Adrian Leyser erläutert: „Ein neuer Tiefausläufer sorgt zunächst in der Nordwesthälfte Deutschlands für wolkenreiches und nasses Wetter, am Sonntag dann eher in der Südosthälfte. Es fließt recht kühle Polarluft ein, womit auch Schnee in höheren Lagen ein Thema bleibt.“
Die Temperaturen bleiben spätwinterlich niedrig, sodass nicht nur Regenschirme, sondern auch dicke Wintermäntel weiterhin notwendig bleiben. In der Nacht von Freitag auf Samstag zeigen die Wetterkarten frostige Werte in vielen Regionen.
Prognosen für die Ferienwochen
Für Schüler, die am Wochenende in die Ferien starten, hat Wetterexperte Björn Alexander vom Portal wetter.de durchwachsene Aussichten: „Die erste Ferienwoche verläuft zunächst durchwachsen, windig bis stürmisch und deutlich unterkühlt.“ Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer: „Die zweite Woche lässt auf mehr Wärme und Beständigkeit hoffen.“
Kai Zorn rät zur Vorsicht: „Zur Sicherheit sollten die Winterreifen bitte noch drauf bleiben. Die Sommerblumen gehören vorerst weiter ins Haus.“ Die plötzliche Kälte nach wochenlangem Sonnenschein und milden Temperaturen überrascht viele Menschen.
Unsicherheit bezüglich des Osterwetters
Viele fragen sich bereits, wie das Wetter an Ostern ausfallen wird. Dazu erklärt DWD-Meteorologe Adrian Leyser: „Richtung Ostern will sich das Wetter noch nicht so richtig in die Karten schauen lassen. Eine präzise Wettervorhersage gleicht momentan eher einem Lottospiel.“
Entscheidend ist die Zugbahn eines Hochdruckgebiets mit bisher völlig unklarem Ausgang. „Angrillen bei Sonne und milden Temperaturen scheint ebenso möglich wie eine Ostereiersuche im Schnee“, so Leyser weiter.
Während die Wettermodelle in unterschiedliche Richtungen weisen und verschiedene Experten unterschiedliche Prognosen wagen, zeigt sich Björn Alexander optimistischer: „Die Trends zeigen durchaus aufwärts.“ Auch Kai Zorn sieht bis Ostern Besserung: „10 bis 15 Grad mit Sonne, Wolken und Schauern sind wahrscheinlicher als Schneemannbau.“
Die Wetterkapriolen zum Ferienstart zeigen erneut, wie unberechenbar das deutsche Aprilwetter sein kann und fordern von Reisenden und Planern besondere Flexibilität.



