Schneeschuhwanderer lösen Lawine in Berchtesgadener Alpen aus – Glück im Unglück ohne Schutzausrüstung
Lawine in Berchtesgadener Alpen: Wanderer ohne Ausrüstung mitgerissen

Schneeschuhwanderer ohne alpine Erfahrung lösen Lawine in Berchtesgadener Alpen aus

In den Berchtesgadener Alpen kam es am Samstag zu einem gefährlichen Lawinenunglück, das glimpflich endete. Drei Schneeschuhwanderer lösten eine Lawine aus und wurden von dieser mitgerissen. Besonders alarmierend: Die Gruppe verfügte nach Polizeiangaben über keinerlei alpine Erfahrung und war ohne die erforderliche Schutzausrüstung unterwegs.

Selbstbefreiung nach Lawinenabgang

Die fünfköpfige Gruppe war nahe Schönau am Königssee im Landkreis Berchtesgadener Land auf Tour. Beim Überqueren der Nordwestseite unterhalb des Windschartenkopfes lösten drei der Wanderer den Schneebrettabgang aus. Sie wurden bis zu einer Kante mitgerissen, an der der Hang steil abfällt. Erstaunlicherweise gelang es den Betroffenen, sich selbstständig zu befreien. Zwei der Wanderer blieben unverletzt, der Dritte erlitt leichte Verletzungen und wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Ein Polizeisprecher kommentierte den Vorfall mit den Worten: "Sie haben Glück gehabt." Die Einsatzkräfte waren alarmiert worden, nachdem zunächst unklar war, wie viele Personen von der Lawine verschüttet wurden. Zwei Bergretter der Bergwacht wurden mit dem Hubschrauber in das unwegsame Gelände geflogen.

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Großangelegte Suchaktion ohne weitere Funde

Die Gruppe gab an, als einzige in dem abgelegenen Bereich unterwegs gewesen zu sein. Zur absoluten Sicherheit führte die Bergwacht dennoch eine umfangreiche Suchaktion durch. Dabei kamen Lawinensuchgeräte und speziell ausgebildete Spürhunde zum Einsatz. Glücklicherweise wurden keine weiteren verschütteten Personen gefunden.

Häufung von Lawinenunglücken in den Alpen

Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Lawinenunglücken ein, die in den vergangenen Wochen nach starken Schneefällen in den Alpen registriert wurden. In Österreich, Frankreich, der Schweiz und Italien kam es zu teilweise tödlichen Abgängen. Allein in Österreich und der Schweiz sind diesen Winter bereits über 30 Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben gekommen.

Ein zentrales Problem bleibt, dass sich Wintersportler trotz höchster Lawinenwarnstufen abseits gesicherter Pisten bewegen und sich damit selbst in Lebensgefahr bringen. Experten wie Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport beim Österreichischen Alpenverein, betonen regelmäßig die Bedeutung von:

  • Richtiger Gefahreneinschätzung
  • Angemessener Ausrüstung
  • Alpiner Erfahrung und Ausbildung

Der aktuelle Vorfall in den Berchtesgadener Alpen unterstreicht erneut, wie wichtig diese Sicherheitsaspekte sind – besonders für unerfahrene Wintersportler, die sich im alpinen Gelände bewegen.

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