Extremer Schneefall in den Alpen: Ferienort Macugnaga komplett eingeschneit
Die Meteorologen hatten für Norditalien starken Schneefall vorhergesagt, doch die Realität übertraf alle Erwartungen bei weitem. In der Nacht zu Sonntag hörte es in der kleinen Gemeinde Macugnaga in der Region Piemont einfach nicht mehr auf zu schneien. Der auf 1.327 Metern Höhe gelegene Wintersportort am Fuße des Monte Rosa-Massivs wurde von einer gewaltigen Schneedecke überzogen.
Schneemassen bis zu anderthalb Meter hoch
In den engen Gassen des Ortes türmen sich die Schneemassen bis zu anderthalb Metern hoch auf. Wege sind kaum noch passierbar, zahlreiche Autos wurden komplett unter der weißen Pracht begraben. Selbst für die an winterliche Verhältnisse gewöhnten Alpenbewohner stellt diese Situation eine besondere Herausforderung dar.
Die Behörden reagierten umgehend auf die extremen Wetterbedingungen. Schulen und Kindergärten blieben am Montag geschlossen, da der Weg dorthin für Kinder und Lehrer als zu gefährlich eingestuft wurde. Bewohner des Ortes waren den ganzen Tag damit beschäftigt, Einfahrten, Autos und Zugänge freizuschaufeln.
Lawinengefahr steigt auf zweithöchste Warnstufe
Mit den gewaltigen Schneemassen stieg in der Region die Lawinengefahr dramatisch an. Die Behörden riefen die zweithöchste Warnstufe („Orange“) aus und sperrten mehrere Straßen. Nach Berichten lokaler Medien wurde auch der Betrieb der Vigezzina-Bahnlinie vorübergehend eingestellt.
Die Meteorologen hatten ursprünglich 30 bis 70 Zentimeter Neuschnee für die Region vorausgesagt. Doch der Winter zeigte sich von seiner unerbittlichen Seite und übertraf diese Prognosen bei weitem. Zahlreiche Häuser in dem Alpenort gelten aktuell als gefährdet.
Kontrast zu Deutschland: Frühling kehrt langsam zurück
Während in den italienischen Alpen der Winter mit voller Wucht zuschlug, zeigt sich das Wetter in Deutschland deutlich milder. Nach regnerischem Beginn der Woche kehrt der Bilderbuch-Frühling langsam zurück. Bereits am Dienstag wird es in einigen Landesteilen freundlicher, und die Temperaturen steigen allmählich an.
Die Situation in Macugnaga verdeutlicht einmal mehr, wie unberechenbar das Wetter in alpinen Regionen sein kann – selbst im Monat März, wenn andernorts bereits der Frühling Einzug hält.



