Lawinenunglück in Südtirol: Mindestens zwei Tote an der Hohen Ferse - Vermisster gesucht
Lawinenunglück in Südtirol: Zwei Tote, Vermisster gesucht

Lawinenunglück in Südtirol fordert mindestens zwei Todesopfer

Ein erneutes Lawinenunglück in den italienischen Alpen hat am Freitag, den 21. März 2026, zu mindestens zwei Todesfällen geführt. An der 2.669 Meter hohen Hohen Ferse nahe Ratschings in Südtirol wurden etwa zehn Tourengeher von Schneemassen erfasst. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät, wie die italienische Bergwacht mitteilte.

Rettungseinsatz mit Hubschraubern im hochalpinen Gelände

Das Unglück ereignete sich gegen Mittag in hochalpinem Gelände auf etwa 2.300 Metern Höhe. Die Rettungskräfte sind mit mehreren Hubschraubern im Einsatz, um nach einem noch vermissten Skifahrer zu suchen. Mindestens ein weiterer Beteiligter musste mit schweren Verletzungen per Helikopter in ein Krankenhaus geflogen werden. Zur Identität der Opfer machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben.

Mehrere Krankenhäuser in der Umgebung, einschließlich der Klinik im österreichischen Innsbruck, wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Lage und die grenzüberschreitende Koordination der Rettungsdienste.

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Besorgniserregende Lawinenstatistik in dieser Wintersaison

Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Lawinenunglücken in den italienischen Alpen in diesem Winter ein. Laut dem European Avalanche Warning Service (EAWS) sind in Europas Gebirgen seit Anfang Oktober bereits mindestens 127 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Italien verzeichnet mit nun 34 Todesopfern die höchste Zahl, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). In Deutschland gab es bislang keine Todesfälle.

Klimawandel und veränderte Freizeitgewohnheiten als Ursachen

Experten führen die ungewöhnlich hohe Zahl an Lawinenunglücken unter anderem auf den Klimawandel zurück. Höhere Temperaturen verändern die traditionellen saisonalen Rhythmen, was zu weniger festem Schnee führt. Zudem begünstigen stärkere Winde die Ansammlung von gefährlichem „Treibschnee“, insbesondere in Regionen im südlichen Teil der Alpen wie Südtirol.

Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Beliebtheit von Skitouren und Abfahrten außerhalb der präparierten Pisten. Diese Aktivitäten bergen ein höheres Risiko, da sie oft in ungesichertem Gelände stattfinden, wo die Lawinengefahr besonders groß ist.

Die Bergwacht und lokale Behörden raten weiterhin zur Vorsicht und empfehlen, aktuelle Lawinenwarnungen zu beachten sowie entsprechende Sicherheitsausrüstung zu tragen. Die Suche nach dem Vermissten dauert an, während die Gemeinschaft der Bergsportler um die Opfer trauert.

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