Frühlingserwachen auf Eis gelegt: Schnee und Kälte bestimmen das Wettergeschehen
Die Hoffnung auf frühlingshafte Temperaturen muss in Deutschland vorerst zurückgestellt werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach prognostiziert für die kommenden Tage eine anhaltend ungemütliche Wetterphase, die von Schneefällen, Regen und kühlen Temperaturen geprägt sein wird.
Kaltfront bringt winterliche Verhältnisse zurück
Am Samstag überquert eine markante Kaltfront das Land von Nordwesten nach Südosten und leitet eine kühle Wetterperiode ein. Besonders betroffen sind die Mittelgebirgsregionen und später die Alpen, wo mit teils ergiebigen Neuschneefällen zu rechnen ist. Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb können lokal bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen, was für Ende März ungewöhnlich ist.
Sonntag mit kurzer Verschnaufpause
Am Sonntag stellt sich vorübergehend eine Wetterberuhigung ein. „Die Niederschläge ziehen sich an den Alpenrand zurück und die Sonne zeigt sich häufiger“, erklärt DWD-Meteorologe Christian Herold. Dennoch bleibt es im Südosten und an den Alpen stark bewölkt mit zeitweisem Regen, oberhalb der Schneefallgrenze kann weiter Schnee fallen. Die Temperaturen erreichen maximal zwölf Grad, während ein schwacher bis mäßiger West- bis Südwestwind weht, der an der Nordsee am Abend frisch bis stürmisch auffrischt.
In der Nacht zum Montag setzen die Niederschläge erneut ein, wobei oberhalb von 600 bis 800 Metern Schnee fällt. Die Tiefstwerte sinken auf Werte zwischen plus fünf und minus drei Grad. Im höheren Bergland und an den Küsten sind teils stürmische Böen möglich.
Nasskalter Wochenstart mit Graupel und Gewittern
Montag und Dienstag bringen erneut nasskaltes Wetter mit zahlreichen Regen- und Graupelschauern. Sogar kurze Kaltluftgewitter sind möglich. Im Bergland fällt weiter Schnee, während die Temperaturen tagsüber nur im Westen knapp die Zehn-Grad-Marke erreichen. Erst im Laufe der Woche beruhigt sich das Wetter etwas, bleibt aber weiterhin kühl mit frostigen Nächten.
Osterwetter mit vorsichtigem Optimismus
Für die Osterfeiertage deutet sich ein kleiner Hoffnungsschimmer an. „Der aktuelle grobe Trend für die Osterfeiertage zeigt zunächst kühles und leicht unbeständiges Wetter“, so Herold. Die Modelle zeigen jedoch im weiteren Verlauf der Feiertage einen Erwärmungstrend, der langsam frühlingshaftere Bedingungen verspricht. Bis dahin müssen sich die Menschen in Deutschland auf winterliche Verhältnisse einstellen.
Die anhaltend kühle Witterung wird durch eine Nordwestwetterlage verursacht, die polare Luftmassen nach Mitteleuropa führt. Diese Konstellation verzögert den eigentlich fälligen Frühlingsbeginn und sorgt für untypisch winterliche Bedingungen in der ersten Aprilhälfte.



