Österreichs Winterbilanz: 26 Lawinentote - Experten warnen vor Risikoverhalten
Österreich: 26 Lawinentote - Experten warnen vor Risiken

Österreichs Winterbilanz: 26 Menschen starben in Lawinen

Innsbruck • Die aktuelle Winterbilanz in Österreich zeigt eine tragische Entwicklung: Bisher sind in dieser Wintersaison 26 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Diese Zahl liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt und unterstreicht die Gefahren in den alpinen Regionen.

Deutsche Opfer und kritische Zeiträume

Unter den Todesopfern befinden sich vier Deutsche – ein Wanderer sowie drei Skifahrer, die sich abseits der gesicherten Pisten bewegten. Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) teilte mit, dass besonders der Zeitraum vom 15. bis 24. Februar mit 14 Getöteten als äußerst unfallträchtig eingestuft wird.

Solche Häufungen von Opferzahlen während besonders kritischer Phasen am Berg kommen immer wieder vor, betont das KAS. „Obwohl vor diesen Lawinenzeiten gewarnt wird und die erhöhte Lawinengefahr bekannt ist, scheint das persönliche Risikomanagement an diesen Tagen bei manchen zu versagen“, so die Experten. Die immer bessere Ausrüstung, gerade für den Notfall, biete keinen kompletten Schutz vor den Naturgewalten.

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Warnungen werden ignoriert

Zuletzt machten viele Lawinenunglücke in Österreich Schlagzeilen. Nach Meinung der Fachleute werden Warnungen einfach zu oft in den Wind geschlagen. Nach einem zunächst schneearmen Winter ist die Lawinengefahr zuletzt deutlich gewachsen und bleibt in Tirol und Vorarlberg weiterhin beachtlich hoch.

Bei Touren außerhalb gesicherter Pisten gilt daher weiterhin größte Vorsicht. Die Bilanz zeigt ein trauriges Plus bei den Toten und mahnt zu mehr Achtsamkeit.

Hohe Kosten bei Bergungseinsätzen

Für die Angehörigen der Toten oder für die Verletzten kann die Bergung aus einer Lawine nicht nur emotional, sondern auch finanziell belastend werden. In Österreich stellen die verschiedenen Flugrettungen mit ihren Notarzthubschraubern, der Bergrettungsdienst und oft auch die Alpinpolizei ihren Aufwand in Rechnung.

Der Einsatz eines Rettungshubschraubers schlägt durchschnittlich mit 5.000 bis 6.000 Euro für 40 Minuten zu Buche. Diese hohen Hubschrauberkosten bei der Bergung unterstreichen die wirtschaftlichen Folgen solcher Unfälle zusätzlich zu den menschlichen Tragödien.

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