Tief 'Marlis' bringt späten Wintereinbruch: Schnee bis in tiefe Lagen möglich
Tief 'Marlis' bringt Schnee bis in tiefe Lagen

Tief 'Marlis' lässt Deutschland frösteln: Später Wintereinbruch mit Schnee bis in tiefe Lagen

Der April zeigt schon Ende März, was er kann – und das in seiner ungemütlichsten Form. Während auf dem Marktplatz in Chemnitz der kalte Wind durch die Planen pfeift, steht Deutschland am Donnerstag vor einem wechselhaften und kühlen Tag. Das Tiefdruckgebiet 'Marlis', das über Skandinavien schwebt, hat das Land fest im Griff und bringt eine ungewöhnliche Kältewelle zum Frühlingsbeginn.

Ein klassischer, aber ungemütlicher Frühlingsmodus

Diplom-Meteorologe Dominik Jung beschreibt die Situation treffend: „Der Donnerstag präsentiert sich ganz im klassischen Frühlingsmodus, allerdings von seiner ungemütlicheren Seite.“ Das bedeutet konkret: viele Wolken, immer wieder Schauer und nur selten längere sonnige Phasen. Die Temperaturen erreichen maximal 8 bis 13 Grad, wobei es regional noch kälter wird. Hamburg und Dresden kommen am Nachmittag auf maximal 5 Grad, Stuttgart nur auf 6 Grad.

Schnee bis in tiefere Lagen möglich

Besonders bemerkenswert sind die Schneevorhersagen mehrerer Meteorologen. Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst warnt: „Verbreitet muss mit Schauern und einzelnen Gewittern gerechnet werden, die teilweise auch bis in tiefe Lagen mit Schnee vermischt sein können.“ In den Hochlagen der Mittelgebirge sind dabei ein paar Zentimeter Neuschnee möglich.

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Klimatologe Dr. Karsten Brandt präzisiert: „Schnee und Schneeschauer sind ab einer Höhe von 400 bis 500 Metern möglich. In der Eifel, im Sauerland, auch in Bayern und Baden-Württemberg kann der Schnee liegen bleiben.“ Oberhalb von etwa 1000 Metern könnten bis Freitagvormittag sogar 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.

Frost und Glättegefahr in der Nacht

Die Nacht zu Freitag bringt zusätzliche Herausforderungen: Verbreitet wird es frostig, sodass besonders in der Mitte und im Süden Deutschlands gebietsweise mit Glätte gerechnet werden muss. Jung fasst zusammen: „Insgesamt wird es also kein freundlicher Frühlingstag, sondern eher ein wechselhaft-kühler Mix, bei dem man besser nicht ohne Jacke aus dem Haus geht.“

Osterferienstart unter winterlichen Bedingungen

Der Timing könnte kaum ungünstiger sein: Am Freitag starten gleich neun Bundesländer in die Osterferien. Während für viele Urlauber dies ungemütliche Bedingungen bedeutet, freuen sich Wintersportfans. „Wer Schnee mag und in die Alpen fährt, findet das natürlich super. Vor allem in Österreich kommt zum Ferienbeginn noch einmal richtig was runter“, so Jung.

Die Wetterlage zeigt eindrucksvoll, wie unberechenbar der Übergang vom Winter zum Frühling sein kann. Von Sonne über Regen bis zu Schnee und Gewittern – alles ist am Donnerstag möglich. Die Bevölkerung sollte sich auf wechselhafte Bedingungen einstellen und vor allem in höheren Lagen mit winterlichen Verhältnissen rechnen.

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