Unwetterwarnung im Südwesten: Dauerregen und Schnee bringen Gefahren
Unwetterwarnung: Dauerregen und Schnee im Südwesten

Unwetterwarnung im Südwesten: Dauerregen und Schnee bringen Gefahren

Es bleibt ungemütlich im Südwesten Deutschlands, wo eine wahre Wetter-Achterbahn für die nächsten Tage prognostiziert wird. Erst drohen überflutete Keller und stürmische Böen, dann fällt plötzlich wieder Schnee, was nicht ungefährlich ist. Schneeschmelze, Dauerregen und Überschwemmungsgefahr in Teilen des Landes führen zu einer Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Südschwarzwald.

Prognostizierte Regenmengen und Risiken

Bis Freitagfrüh werden Wassermengen von bis zu 120 Liter pro Quadratmeter erwartet. Eine Meteorologin des DWD kommentierte: „Das ist schon allerhand. Das könnte die Flüsse ansteigen lassen und zu lokalen Überschwemmungen führen.“ Für den gesamten Schwarzwald werden zwischen Dienstagabend und Freitagfrüh Regenmengen zwischen 60 und 90 Liter pro Quadratmeter prognostiziert, für den Odenwald 40 bis 50 Liter. Hinzu kommt das Wasser der schmelzenden Schneedecke, was die Lage verschärft.

Der DWD warnt vor großer Gefahr für Leib und Leben. Mögliche Folgen sind:

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  • Überflutungen von Straßen und Unterführungen
  • Wassereintritt in gewässernahe Gebäude
  • Erdrutsche in gefährdeten Gebieten

Die Meteorologen raten, bei drohender Überflutung den Keller sofort zu verlassen.

Hochwassergefahr an Flüssen

An den Flüssen in Baden-Württemberg besteht derzeit keine überregionale Hochwassergefahr, wie die Hochwasservorhersagezentrale (HWZ) mitteilt. Allerdings können lokale Überschwemmungen durch örtlich begrenzte Starkregen oder Gewitter auftreten, für die keine Vorhersagen erstellt werden können. Im Einzugsgebiet der oberen Donau bis Geisingen (Kreis Tuttlingen) kann es zu Hochwasser kommen, weshalb die HWZ eine Vorwarnung ausgesprochen hat.

Wetterentwicklung im Rest des Landes

Tief „Tamara“ bringt feuchtmilde Meeresluft ins Land, was bis Freitagfrüh anhaltenden Regen und viel Wind verursacht. Am Mittwoch nimmt der Wind spürbar zu, mit starken bis stürmischen Böen um 60 Stundenkilometer, in Höhenlagen sogar noch stärker. Über die Gipfel des Schwarzwalds können Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern fegen. Es bleibt fast durchgehend bedeckt, mit Temperaturen von 6 Grad im Südschwarzwald bis zu 13 Grad am südlichen Oberrhein.

Neuschnee am Wochenende erwartet

Am Donnerstag bleibt es wolkig und nass, mit Höchstwerten zwischen 5 Grad auf der Alb und bis zu 14 Grad am Rhein. Der Regen soll erst am Freitag nachlassen. Doch die Trockenheit im Südwesten hält nicht lange an: In der Nacht zum Samstag rechnet der DWD mit einem weiteren Niederschlagsgebiet, das nach Baden-Württemberg zieht und vor allem im Schwarzwald wieder Schnee bringen soll. Bereits am Freitag könnte es oberhalb von 1.000 Metern Schnee oder Schneeregen geben, und in der Nacht zum Samstag sinkt die Schneefallgrenze ab. In den Morgenstunden ist dann auch bis ins Flachland Schnee möglich, was die Wetterlage weiter kompliziert.

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