Großaufgebot der Feuerwehr nach Atemwegsreizungen in Rostocker Fitness-Studio
Am Mittwochabend, dem 11. März, kam es in der Rostocker Innenstadt zu einem bemerkenswerten Feuerwehreinsatz. Gegen 20 Uhr wurde die Leitstelle über mehrere Personen in einem Fitness-Studio an der Kröpeliner Straße alarmiert, die über deutliche Atemwegsreizungen klagten. Die Einsatzkräfte rückten umgehend über die L22 „Am Strande“ aus, um der unklaren Situation Herr zu werden.
Umfangreiche Einsatzmaßnahmen mit Spezialausrüstung
Die Feuerwehr Rostock entsandte ein beeindruckendes Aufgebot an Einsatzkräften und Fahrzeugen zu dem Vorfall. Aus den Wachen in Dierkow und der Südstadt rückten insgesamt etwa 40 Feuerwehrleute aus. Das Einsatzspektrum umfasste neben einer Drehleiter und einem Tanklöschfahrzeug auch spezialisierte Einheiten wie Schadstoffmesswagen und einen Abrollbehälter mit umfangreichem Dekontaminationsmaterial.
Zunächst herrschte Unklarheit über die Ursache der Atemreizungen. „Es hätte theoretisch auch Rauch sein können“, erklärte die Feuerwehr später. Die etwa 70 anwesenden Personen hatten das Gebäude bereits vorsorglich verlassen, als speziell ausgerüstete Einsatzkräfte in Schutzbekleidung und unter Atemschutz die Räumlichkeiten betraten.
Messungen ohne schädliche Befunde – eine Person behandelt
Die anschließenden Messungen in den Fitness-Studio-Räumen brachten ein überraschendes Ergebnis: Trotz der deutlichen Beschwerden der Betroffenen konnten zunächst keine schädlichen Gase oder gefährlichen Stoffe nachgewiesen werden. „Eine Person musste im Rettungswagen medizinisch behandelt werden, konnte aber anschließend wieder entlassen werden und musste nicht in eine Klinik gebracht werden“, berichtete eine Feuerwehrsprecherin.
Alle anderen anwesenden Personen wurden vor Ort durch den Rettungsdienst gesichtet und konnten nach der Untersuchung ebenfalls entlassen werden. Bemerkenswerterweise konnte das Fitness-Studio laut Unternehmensangaben bereits kurz nach dem Einsatz wieder normal genutzt werden. Der gesamte Einsatz war gegen 22 Uhr beendet, nachdem die Feuerwehr Entwarnung geben konnte.



