Brandenburgs Katastrophenschutz: 337 Leuchttürme als Anlaufstellen in Krisenfällen
Brandenburg: 337 Leuchttürme für Katastrophenschutz

Brandenburgs Katastrophenschutz: 337 Leuchttürme als Anlaufstellen in Krisenfällen

Für den Katastrophenschutz gibt es in Brandenburg mittlerweile 337 Katastrophenschutz-Leuchttürme, die der Bevölkerung in Krisenfällen wie einem längeren Stromausfall als zentrale Anlaufstellen dienen sollen. Dies teilte Brandenburgs Innenminister René Wilke (SPD) am Vormittag im Landtags-Innenausschuss in Potsdam mit. Die Einrichtungen sind in Schulen, Turnhallen und anderen öffentlichen Gebäuden untergebracht und bieten im Ernstfall wichtige Unterstützung.

Reaktion auf erhöhten Informationsbedarf

Nach dem tagelangen Stromausfall im Januar im Südwesten Berlins, der durch einen Brandanschlag verursacht wurde, ist die Diskussion über die Krisenvorsorge in der Region neu entfacht. Innenminister Wilke erklärte, dass ein erhöhter Informationsbedarf in der Bevölkerung spürbar sei. „Wir spüren einen erhöhten Informationsbedarf“, sagte Wilke und kündigte an, dass weitere Informationen über die Anlaufstellen vorbereitet würden. Bereits jetzt seien Flugblätter verteilt und Social-Media-Kampagnen gestartet worden, um die Bürger über die verfügbaren Schutzmöglichkeiten zu informieren.

Vorbereitung ohne Panik

Wilke betonte, dass es wichtig sei, die Bürgerinnen und Bürger nicht in Panik zu versetzen, aber gleichzeitig auf mögliche Krisenszenarien vorbereitet zu sein. Dazu zählen Naturkatastrophen oder Akte von Sabotage, wie der jüngste Vorfall in Berlin gezeigt habe. „Allerdings sei es wichtig, auf mögliche Krisen-Szenarien auch vorbereitet zu sein“, so der Innenminister. Die Katastrophenschutz-Leuchttürme sollen dazu beitragen, die Folgen solcher Ereignisse zu mildern.

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Ausstattung und Finanzierung der Leuchttürme

Die Lage der Katastrophenschutz-Leuchttürme ist auf der Internetseite des Innenministeriums einsehbar, um Bürgern im Krisenfall einen schnellen Zugang zu ermöglichen. Für die Einrichtung und den Betrieb dieser Schutzeinrichtungen stellte das Land Brandenburg den Landkreisen und kreisfreien Städten 40 Millionen Euro zur Verfügung. In den Leuchttürmen können sich Menschen im Krisenfall aufwärmen, ihre Handys aufladen sowie Erste Hilfe und Trinkwasser erhalten. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Erprobung und Schulung von Personal, die als Aufgabe der Kommunen durchgeführt wird.

Hintergrund und Kritik

Die Einrichtung der Katastrophenschutz-Leuchttürme erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter Kritik am Krisenmanagement und den Strukturen des Katastrophenschutzes, insbesondere in Berlin. Der Stromausfall im Südwesten der Hauptstadt hatte zu Verunsicherung bei Bürgern in Brandenburg geführt und die Notwendigkeit einer verbesserten Vorsorge unterstrichen. Mit den 337 Anlaufstellen will Brandenburg nun eine robuste Infrastruktur schaffen, um in Zukunft besser auf ähnliche Ereignisse reagieren zu können.

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