Hochwasser in Brandenburg: Wasserpegel an Oder und Dömnitz sinken nach Eisverschiebungen
Nach erhöhten Wasserständen in mehreren Flüssen Brandenburgs scheint sich die Lage nun zu entspannen. In Frankfurt (Oder) ist der Pegelstand der Oder nach einer Hochwasserwarnung deutlich gesunken, während auch in der Prignitz die Werte an der Dömnitz zurückgehen.
Entspannung an der Oder in Frankfurt
In Frankfurt (Oder) lag der Wasserpegel der Oder gegen Mittag am Freitag nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LfU) bei unter 3,30 Metern. Noch am Donnerstag hatte er bei über vier Metern gelegen, was zu erhöhter Aufmerksamkeit führte. Der erhöhte Wasserstand hatte sich durch Verschiebungen von Eisplatten auf dem Fluss entwickelt, die sich ineinander schieben und so Wasser anstauen können.
Das LfU hatte am Mittwochabend eine Hochwasserwarnung für die Stadt Frankfurt (Oder) ausgegeben. Allerdings wurde die Alarmstufe 1 nicht erreicht - sie liegt bei 4,20 Metern. Hochwasser-Alarmstufe 1 bedeutet, dass mit einer beginnenden Überflutung von Auen und ufernahen Wiesen zu rechnen ist, jedoch keine Gefahr für Anwohner besteht.
Lage in der Prignitz
In der Prignitz überschritt die Dömnitz, ein Nebenfluss der Stepenitz, am Freitag den Pegelstand der Alarmstufe 2. Zwischenzeitlich lag der Wasserstand bei 2,04 Metern, sank aber im Laufe des Tages wieder. Gegen Mittag vermeldete das LfU einen Pegelstand an der Messstelle Hainholz von 1,85 Metern.
Die Entwicklung zeigt, dass die Situation sich stabilisiert, nachdem Eisflächen im Winter untereinander geschoben wurden und so Hochwasser verursachen können. Entlang der Oder hatte es zuletzt eine Hochwasserwarnung gegeben, die nun offenbar nicht weiter eskaliert ist.
Die Behörden beobachten die Pegelstände weiterhin genau, um bei eventuellen Veränderungen schnell reagieren zu können. Die aktuellen Werte deuten jedoch auf eine Entspannung der Hochwassergefahr in den betroffenen Regionen Brandenburgs hin.



