Elbe-Elster: CDU-Landrat Jaschinski und Einzelbewerber Schmidt in Stichwahl
Elbe-Elster: CDU-Landrat und Einzelbewerber in Stichwahl

Elbe-Elster: CDU-Landrat und Einzelbewerber in der Stichwahl

Nach dem ersten Wahlgang im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster steht fest: Der amtierende CDU-Landrat Christian Jaschinski und der parteilose Einzelbewerber Marcel Schmidt müssen sich in einer Stichwahl am 1. März gegenüberstehen. Keiner der Kandidaten hatte in der ersten Runde die erforderliche absolute Mehrheit erreicht, sodass die Entscheidung nun in der zweiten Wahlrunde fällt.

Ergebnisse des ersten Wahlgangs

Aus dem vorläufigen amtlichen Ergebnis geht hervor, dass Christian Jaschinski mit 34,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen die Nase vorn hatte. Der Einzelkandidat Marcel Schmidt folgte mit 30,8 Prozent auf dem zweiten Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei bemerkenswerten 54,7 Prozent, was auf ein reges Interesse der Bevölkerung an dieser wichtigen Kommunalwahl hindeutet.

Der ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter landete mit 27,6 Prozent auf dem dritten Platz. Bei einem Erfolg wäre er der erste AfD-Landrat in Brandenburg geworden. Es ist erwähnenswert, dass der brandenburgische Verfassungsschutz die AfD als rechtsextremistisch einstuft.

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Der Linke-Politiker Christian Nürbchen, der für eine Listenvereinigung aus Linker und Grünen angetreten war, erhielt 7,1 Prozent der Stimmen. Insgesamt waren etwa 85.000 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen.

Die Kandidaten und ihre Positionen

Christian Jaschinski, der 58-jährige CDU-Politiker aus Finsterwalde, bewirbt sich um seine dritte Amtszeit als Landrat von Elbe-Elster. Seit 2010 führt er bereits die Geschicke des Landkreises und setzt in seinem Wahlkampf auf Kontinuität und Stabilität.

Zu seinen zentralen Wahlversprechen gehören der Neubau eines zentralen Klinikums sowie die Umwandlung der bestehenden Kliniken in Finsterwalde, Herzberg (Elster) und Elsterwerda in moderne Gesundheitszentren. Im Bildungsbereich will Jaschinski alle wichtigen Schulstandorte erhalten und zeitgemäß modernisieren.

Marcel Schmidt, der 36-jährige Einzelbewerber aus Elsterwerda, tritt als parteiloser Kandidat an. Der gelernte Maler und Lackierer, der inzwischen ein größeres Unternehmen vertritt, setzt sich für stabile Finanzen und eine gezielte Wirtschaftsförderung ein.

Besonders im Handwerksbereich sieht Schmidt großes Entwicklungspotenzial. In der kontroversen Debatte um eine Zentralklinik mahnt er, die bestehenden medizinischen Standorte nicht aus dem Blick zu verlieren und deren Bedeutung für die regionale Versorgung zu wahren.

Besonderheiten der Wahl

Bei dieser Landratswahl galt neben dem Mehrheitsprinzip ein besonderes Quorum: Der Gewinner muss mehr als 15 Prozent aller Wahlberechtigten auf sich vereinen können. Diese Regelung soll sicherstellen, dass der gewählte Landrat über eine ausreichende demokratische Legitimation verfügt.

Der neu gewählte Landrat wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die aktuelle Amtszeit von Christian Jaschinski endet regulär am 25. April. Die Stichwahl am 1. März entscheidet somit über die politische Führung des Landkreises für die kommenden Jahre.

Die Wahl in Elbe-Elster findet kurz nach der Landratswahl im benachbarten Landkreis Oberspreewald-Lausitz statt und zeigt das anhaltende Interesse an kommunalpolitischen Entscheidungen in Brandenburg. Beide Kandidaten werden in den kommenden Wochen intensiv um die Gunst der Wählerinnen und Wähler werben müssen.

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