Feuerwehren ehren Schutzpatron Florian mit Festgottesdienst in Neukalen
Feuerwehren ehren Schutzpatron Florian in Neukalen

Ein ungewöhnlicher Gottesdienst brachte am Sonntag Feuerwehr und Kirche in Neukalen zusammen. Im Mittelpunkt standen Mut und Einsatzbereitschaft der Kameraden. Der 17. St. Florianstag des Kreisfeuerwehrverbandes von der Mecklenburgischen Seenplatte wurde in der St. Johannes-Kirche gefeiert, nachdem die Neukalener Feuerwehr im vergangenen Jahr ihren 150. Gründungstag begangen hatte.

Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis versammelt

Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis waren zu dem ökumenischen Festgottesdienst gekommen. „Wir hatten uns für diesen Tag schon für das vergangene Jahr beworben, aber da war Röbel schneller“, sagte Neukalens Bürgermeister und Wehrführer Rico Zoschke. Für die vielen Feuerwehrfahrzeuge hatte die Stadt extra den Disko-Parkplatz am Salemer Weg geöffnet. Etwa 150 Gäste versammelten sich in der Kirche, darunter Innenminister Christian Pegel (SPD).

Pastorin beeindruckt von der Feierlichkeit

„Das ist schon etwas ziemlich Ungewöhnliches, so förmlich, so viele Uniformen und dann die Fahnenträger“, zeigte sich Pastorin Brunke Ziemann beeindruckt und etwas aufgeregt. Die evangelische Kirche stelle zwar die Heiligenverehrung nicht in den Mittelpunkt, bewundere aber Mut und Einsatzbereitschaft des heiligen Florian – Eigenschaften, die auch Feuerwehrleute auszeichnen.

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Die Legende des heiligen Florian

Die Verbindung zwischen Kirche und Feuerwehr hält der Neustrelitzer Pastor Christoph Feldkamp. Er schilderte die Legende des heiligen Florian, der am 4. Mai des Jahres 304 wegen seines christlichen Glaubens getötet worden sein soll. Er habe in Lorch (Österreich) 40 gefangenen Christen beigestanden und sich geweigert, die römischen Kaiser als Götter anzuerkennen. Nach Verhaftung und Folter sei er mit einem Stein um den Hals in die Enns gestoßen worden. Am Ort seiner Bestattung entstand später ein Kloster. Bis heute steht St. Florian für Mut und als Helfer in der Not.

Gedenken an verstorbene Kameraden

Während des Gottesdienstes wurde der im vergangenen Jahr verstorbenen Kameradinnen und Kameraden gedacht, deren Namen verlesen wurden. Der Feuerwehr-Musikzug aus Mirow sorgte für die musikalische Umrahmung. Landrat Thomas Müller (CDU) verkündete, dass der St. Florianstag im nächsten Jahr am 9. Mai in Mirow stattfinden wird.

Pastorin Ziemann meinte, einen solch ungewöhnlichen Gottesdienst ausrichten zu können, sei ein Privileg. Anschließend versammelten sich die Kameraden zum Mittagessen im Neukalener Gerätehaus.

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