Koch Ronny Klüsener kehrt in Heimat zurück und leitet neues Restaurant
Koch kehrt heim und leitet Küche in Loitz (09.05.2026)

Ein Koch kehrt zurück in die Heimat

Ronny Klüsener ist in seine Heimatstadt Loitz zurückgekehrt. Dort hat ein neues Restaurant namens HeimaRt eröffnet, in dem der 39-jährige Koch seit einigen Wochen mit viel Leidenschaft die Küche leitet. Er liebt es, als Gastgeber mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und ihre Wünsche zu erfahren.

Erfolgreicher Start mit über 2000 Flyern

Die Rückkehr des Kochs sprach sich schnell herum – in dem beschaulichen Loitz verbreiten sich Neuigkeiten wie ein Buschfunk. Das war auch gewünscht: Über 2000 Flyer wurden vor der Eröffnung verteilt. Der Start hätte nicht besser laufen können, freut sich Klüsener. Allein in den ersten acht Wochen verkaufte das Team um Inhaberin Sandy Oldenburger 1800 Hauptgerichte.

Erfahrungen aus Österreich und der Marine

Klüsener sammelte erste Erfahrungen in einem Fünf-Sterne-Hotel in Binz auf Rügen und arbeitete später im Sassnitzer Gastmahl des Meeres. 2011 zog es ihn nach Österreich, wo er in leitenden Positionen arbeitete – zuletzt in einem Boutique-Hotel nahe Salzburg. Zwischen 2003 und 2011 war er bei der Marine, wo er ebenfalls als Koch tätig war.

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Kreativität und Kontakt zu Gästen

Schon vor der Eröffnung präsentierte Klüsener einen Speisekarten-Entwurf mit flotten Sprüchen auf Plattdeutsch. Die Gäste schätzen diese persönliche Note. An den Wochenenden ist eine Reservierung ratsam. Der Koch bezeichnet sich selbst als Gastgeber, der gerne mit den Gästen spricht und Feedback einholt.

Heimweh und Neuanfang

Klüsener weiß, was Heimweh bedeutet: die Gewissheit, nach einem Besuch wieder abfahren zu müssen und zu Hause nichts mitgestalten zu können. Nach dem Tod seiner Großeltern übernahm er das Haus seiner Oma und baut es Stück für Stück um. Eine neue Küchenarbeitsplatte war eine der ersten Veränderungen. Die Arbeit im HeimaRt fühlt sich für ihn nach Familie und Zuhause an.

Herausforderungen in der Gastronomie

Trotz des gelungenen Starts bleibt Klüsener realistisch: Die Personalgewinnung in der ländlichen Region ist schwierig. Das Team im Service arbeitet engagiert, aber das Thema treibt ihn und seine Chefin um, wie viele andere Gastronomen auch.

Wir werden den Koch bald wieder besuchen, um zu erfahren, wie es ohne Heimweh lebt, ob die Rouladen und selbst gemachten Limonaden weiterhin beliebt sind und ob sich die Quarkbällchen nach Mutter Lianes Rezept als Nachspeise etabliert haben.

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