Einsame Löwenlady bekommt neuen Gefährten: Akinda an der Ostsee erwartet
Die Löwendame Zimbala im Rostocker Zoo bekommt schon bald wieder Gesellschaft. (Foto: Matthias Drübbisch )
Von Jens Griesbach
Veröffentlicht: 28.04.2026 • 13:08 Uhr
Die Trauer war groß, als die Löwendame Zima aus dem Rostocker Zoo im vergangenen Jahr im Alter von 23 Jahren eingeschläfert werden musste. Die Raubkatze lebte seit 2003 in der Hansestadt. Doch der Gesundheitszustand der hochbetagten Löwin hatte sich aufgrund körperlicher Beschwerden immer weiter verschlechtert, so Daniela Lahn, Kuratorin für Säugetiere im Zoo Rostock. Seitdem streift Zimas Tochter, die 17-jährige Zimbala, alleine durch das Löwengehege. Doch nicht mehr lange: Mit ihrer Einsamkeit ist es bald vorbei.
Akinda kommt aus dem Zoo Halle an die Ostsee
Bereits im Mai soll Zimbala endlich wieder Gesellschaft bekommen. „Das 13-jährige Löwenmännchen Akinda kommt aus dem Zoo Halle zu uns“, kündigt Daniela Lahn an. Akinda war zuletzt ebenfalls alleine in Halle. Da passt es natürlich perfekt, die beiden Löwen zusammenzuführen. „Wir haben lange versucht, einen Partner für unsere einzelne Löwendame zu finden“, so Zoodirektorin Antje Angeli. Akinda komme jedoch nicht zur Zucht nach Rostock. Dafür sei Zimbala zu alt. „Es geht darum, dass die Tiere nicht alleine sind.“
Trauriger Abschied Anfang des Jahres von Schneeleopardin Emba
Die betagte Zoobewohnerin musste eingeschläfert werden. (Foto: fotosinrostock-fiedler) Und noch einen Zuwachs wird es im Rostocker Zoo geben, auf den sich die Besucher freuen können. Der einsame Schneeleoparden-Kater Barid bekommt eine neue Schneeleoparden-Dame. Wann genau die Schneeleopardin nach Rostock kommt, ist noch nicht klar. „Aber der elfjährige Barid wird auf jeden Fall noch dieses Jahr eine neue Partnerin bekommen“, so Daniela Lahn. Barid wurde 2015 in Köln geboren und kam 2017 in den Rostocker Zoo.
Bisher lebte er im Schneeleoparden-Gehege mit Emba zusammen. Doch die fast 18-jährige Schneeleopardin musste Anfang des Jahres, wie die Löwendame Zima vergangenes Jahr, eingeschläfert werden. Die 2008 im Rostocker Zoo geborene Katzendame litt zuletzt unter einer schweren Nieren- und Blasenentzündung, zusätzlich belastet durch bereits bestehende Nierenveränderungen. Emba galt bereits als betagte Schneeleopardin.
Hoffnung auf Nachwuchs bei Gorillas, Roten Pandas und Zwergflusspferden
Neben diesen beiden Neuzugängen hofft Zoodirektorin Antje Angeli dieses Jahr zudem auf Nachwuchs im größten Tierpark in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem bei den Gorillas würden die Chancen nicht schlecht stehen. „Auch bei den Roten Pandas sowie bei den Zwergflusspferden könnte es den ersten Nachwuchs geben“, blickt sie voraus.
Neue Robbenanlage als Besuchermagnet
Nach zweijähriger Bauzeit wurde die neue Robbenanlage im Sommer 2025 im Rostocker Zoo eröffnet. Große Sichtscheiben ermöglichen für die Besucher Unterwassereinblicke. (Foto: Jens Büttner/dpa) Und auch auf der komplett modernisierten und vergangenen Juli wiedereröffneten Robbenanlage könnte sich schon bald Nachwuchs einstellen. „Die Tiere haben sich hier eingelebt und fühlen sich wohl“, sagt Antje Angeli. Sechs Tiere leben hier aktuell, drei Seehunde sowie drei Südafrikanische Seebären. In der neuen Robbenanlage sieht die Zoodirektorin einen neuen Anziehungspunkt. Das 1550 Kubikmeter große Schwimmbecken verfügt über Sichtscheiben. So können die Besucher die Tiere beim Schwimmen unter Wasser beobachten.



