Die lang erwartete Sanierung des Sportplatzes an der Demminer Jahnturnhalle rückt näher. Die Hansestadt Demmin hat vom Bund eine Förderzusage in Höhe von 330.669,47 Euro erhalten. Diese Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Die Nachricht sorgt in der Stadtverwaltung und der Stadtvertretung für große Freude, wie Ronny Szabó, erster Stellvertretender Bürgermeister und Stadtkämmerer, betont. Allerdings weist er darauf hin, dass der offizielle Förderbescheid noch nicht vorliegt und die Stadtvertretung noch einen Beschluss fassen muss, bevor die Bauarbeiten beginnen können.
Details zur Finanzierung
Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben werden auf rund 440.000 Euro geschätzt. Demnach muss die Hansestadt etwa ein Viertel der Summe, also 110.000 Euro, selbst tragen. Um die finanzielle Belastung zu reduzieren, plant die Stadtverwaltung, die 50.000 Euro Einmalpauschale für Investitionen aus dem Sondervermögen des Bundes zu nutzen. Somit verbleibt ein Eigenanteil von 60.000 Euro, der aus der Stadtkasse finanziert werden muss. Für den Abruf dieser Investitionsmittel beim Landkreis ist jedoch ein Beschluss der Stadtvertretung erforderlich. Die Stadtkasse ist nach Angaben von Szabó angespannt, weshalb die Fördermittel besonders willkommen sind.
Geplante Umgestaltung des Sportplatzes
Der Sportplatz an der Jahnstraße soll auf der gesamten Fläche einen modernen Kunststoffbelag erhalten. Geplant sind unter anderem ein Fußball-Kleinfeld sowie Spielfelder für Volleyball und Basketball, die durch Linien und Farbfelder markiert werden. Zudem wird eine 80-Meter-Laufbahn angelegt. Eine Weitsprunggrube soll am äußeren Rand platziert werden, um Sandverschleppungen zu vermeiden. Auf der anderen Seite, vor der Jahnsporthalle, ist auf Wunsch der Sportlehrer eine Hochsprunganlage vorgesehen. Auch der vorhandene Geräteschuppen wird in die Planung einbezogen, da zukünftig mehr Stauraum für Geräte wie Hochsprungmatten benötigt wird.
Die bestehende Zaunanlage und die Mauer an den Längsseiten bleiben erhalten, ebenso die Gebäude an den Stirnseiten. Der Sportplatz soll nach der Sanierung nicht nur für den Schul- und Vereinssport, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Drei Leuchten werden installiert, um eine Nutzung in den Abendstunden zu ermöglichen.
Langjährige Planungen und erneute Hoffnung
Die Neugestaltung des Sportplatzes steht bereits seit Jahren auf der Agenda. Bereits 2023 stellte Steffen Teetz vom Ingenieurbüro Teetz den Stadtvertretern die Vorentwurfsplanung vor. Das Vorhaben wurde damals mit der Fritz-Reuter-Schule abgestimmt, die den Platz für den Unterricht nutzt. Der aktuelle Zustand des Platzes mit Rasengittersteinen und einer Schwarzdecke ist veraltet und lädt nicht zum Trainieren ein. Die Stadt hatte sich mehrfach vergeblich um Fördermittel bemüht, unter anderem über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Umso größer ist nun die Freude über die Zusage aus Berlin. Das Bundesprogramm wird aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz finanziert, obwohl eigentlich die Länder und Kommunen für die Sportstätten zuständig sind.



