Erneut Trichinen bei Wildschwein in Teltow-Fläming entdeckt
Im Landkreis Teltow-Fläming ist erneut ein Wildschwein mit Trichinen befallen worden. Die Kreisverwaltung bestätigte den Fund des gefährlichen Fadenwurms in den Muskeln des Tieres, das in einem Jagdgebiet nahe Rangsdorf an der Grenze zum Landkreis Dahme-Spreewald erlegt wurde. Dieser Befund unterstreicht die anhaltende Präsenz der Parasiten in der Region, nachdem bereits im vergangenen Jahr acht Fälle in Brandenburg registriert wurden.
Gefahr für den Menschen durch Trichinellose
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung können Menschen durch den Verzehr von trichinenhaltigem, rohem Fleisch die Infektionskrankheit Trichinellose bekommen. Diese meldepflichtige Erkrankung kommt in Deutschland zwar selten vor, birgt jedoch ernsthafte Gesundheitsrisiken. Die Symptome reichen von Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu Beginn der Infektion bis hin zu Fieber, Muskelschmerzen und Ödemen im Augenbereich bei einem schwereren Verlauf.
Bundesweite Verteilung der Trichinen-Fälle
Der Kreis Teltow-Fläming teilte mit, dass es im vergangenen Jahr bundesweit 19 Fälle von Trichinen bei Wildschweinen gab. Davon entfielen acht auf Brandenburg, zehn auf Mecklenburg-Vorpommern und einer auf Bayern. Bemerkenswert ist, dass bei Hausschweinen im Jahr 2025 keine Trichinen nachgewiesen wurden, was die besondere Rolle von Wildtieren als Träger der Parasiten hervorhebt.
Untersuchungspflicht und Erkennbarkeit
Eine Untersuchung auf Trichinen ist laut Landkreis bei allen Wild- und Hausschweinen sowie anderen empfänglichen Tierarten wie Pferd, Waschbär und Fuchs vorgeschrieben. Mit bloßem Auge ist ein Befall nicht zu erkennen, was die Bedeutung von Laboranalysen unterstreicht. „Der aktuelle Befund zeigt erneut, wie wichtig es ist, Tierkörper vor der Weiterverarbeitung oder Zubereitung des Fleisches untersuchen zu lassen“, betonte die Kreisverwaltung. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kreis Teltow-Fläming einen Trichinen-Befall bei einem Wildschwein im selben Jagdgebiet bei Rangsdorf gemeldet.
Regionale Bedeutung und Vorsichtsmaßnahmen
Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gab es im Jahr 2025 mehrere Funde des für den Menschen gefährlichen Fadenwurms. Diese Häufung in nordostdeutschen Regionen erfordert erhöhte Aufmerksamkeit von Jägern, Fleischverarbeitern und Verbrauchern. Die vorgeschriebenen Untersuchungen dienen dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und helfen, die Verbreitung der Trichinellose einzudämmen.



