Maritimes Wahrzeichen im Werftaufenthalt: Cap San Diego wird fit gemacht
Sie zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Hamburger Hafens: die Cap San Diego. Das imposante Museumsschiff hat nun seinen Liegeplatz an der Überseebrücke verlassen und liegt für einen mehrwöchigen Werftaufenthalt im Bremerhavener Kaiserhafen. Dort durchläuft das maritime Denkmal eine umfassende technische Überprüfung, die als Schiffs-TÜV bezeichnet wird.
Turnusgemäße Arbeiten für die Fahrtüchtigkeit
In der Werft Bredo Dry Docks wird die Cap San Diego in den kommenden Wochen gründlich inspiziert und gewartet. Diese sogenannte Erneuerung der Klasse ist eine zwingende Voraussetzung dafür, dass das größte betriebsfähige Museumsfrachtschiff der Welt weiterhin zu Wasser bleiben darf. Das Schiff unternimmt regelmäßig Museumsfahrten und muss daher höchsten Sicherheitsstandards entsprechen.
Die Reise nach Bremerhaven verlief reibungslos: Nach dem Verlassen des Hamburger Hafens am Sonntagabend navigierte die Cap San Diego zunächst die Elbe hinab bis nach Cuxhaven, bevor sie über die Nordsee direkt zum Zielhafen weiterfuhr. An den anstehenden Arbeiten beteiligen sich nicht nur die Fachkräfte der Werft, sondern auch die ehrenamtliche Crew des Schiffes.
Finanzierung und historische Bedeutung
Die Kosten für die umfangreichen Werftarbeiten belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro. Diese Summe wird anteilig vom Bund und von der Hamburger Bürgerschaft übernommen. Schiffseigner ist die Stiftung Hamburger Admiralität, die für den Erhalt des maritimen Kulturguts verantwortlich ist.
Die Cap San Diego besitzt eine besondere historische Bedeutung: Sie ist das letzte erhaltene Exemplar einer Serie von sechs baugleichen Stückgutfrachtern, die in den Jahren 1961 und 1962 für die renommierte Reederei Hamburg Süd konstruiert wurden. Seit dem Jahr 2003 steht das Schiff unter Denkmalschutz und gilt als wichtiges Zeugnis der deutschen Schifffahrtsgeschichte.
Der Werftaufenthalt ist bis Ende März geplant. Anschließend wird die Cap San Diego wieder nach Hamburg zurückkehren und ihren festen Liegeplatz im Hafen einnehmen, von wo aus sie weiterhin Besucher begeistern und zu regelmäßigen Museumsfahrten auslaufen wird.



