Hamburger ADAC-Rettungshubschrauber mit Rückgang der Einsätze im Jahr 2025
Der in Hamburg stationierte Rettungshubschrauber des ADAC, bekannt als 'Christoph Hansa', hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Einsätze absolviert als im Vorjahr 2024. Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) startete der Hubschrauber 731 Mal, um Intensivpatienten zu verlegen oder Notärzte an Einsatzorte zu bringen. Dies entspricht einem Rückgang von 140 Einsätzen oder etwa 16 Prozent im Vergleich zu 2024.
Häufigste Einsatzgründe: Herz-Kreislauf-Probleme dominieren
Die häufigsten Gründe für die Einsätze des Hubschraubers vom Typ H145 mit Winde waren Herz-Kreislauf-Probleme, die in fast jedem dritten Fall (32 Prozent) auftraten. Dazu zählen Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. Weitere 26 Prozent der Einsätze entfielen auf Verletzungen nach Unfällen, darunter Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. In 19 Prozent der Fälle diagnostizierten die ADAC-Luftretter neurologische Notfälle wie Schlaganfälle, während akute Atemnot oder Asthma in sieben Prozent der Einsätze die Ursache waren.
Bundesweite Entwicklung: Leichter Rückgang der ADAC-Einsätze
Die gemeinnützige ADAC Luftrettung ist in Hamburg seit nunmehr 26 Jahren im Einsatz. Bundesweit verzeichnete der ADAC im vergangenen Jahr ebenfalls einen leichten Rückgang der Einsätze, allerdings nur um etwa 0,3 Prozent auf insgesamt 48.908. Dies bedeutet, dass die ADAC-Rettungshubschrauber pro Tag durchschnittlich zu 134 Notfällen alarmiert wurden. Neben dem ADAC ist auch die DRF Luftrettung aktiv, deren Helikopter im vergangenen Jahr zu 36.407 Einsätzen abhoben.
Technik und Personal: Hubschrauber von Airbus im Einsatz
Der ADAC setzt bei seinen Einsätzen auf Hubschrauber von Airbus, insbesondere den größeren H145 für höhere Zuladungen und weitere Strecken sowie den kleineren H135, der besonders für Notfälle in dicht bebauten und engen Innenstädten geeignet ist. Die ADAC Luftrettung verfügt über 60 Hubschrauber an 37 Stationen, mit der Zentrale am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen bei München. Für den Betrieb arbeiten bundesweit mehr als 1.500 Menschen, darunter rund 180 Piloten, 670 Notärzte und 245 Notfallsanitäter. Weitere 200 Personen sind mit Technik und Wartung beschäftigt.



