Nach Lkw-Unfall mit Desinfektionsmittel: A24 bei Parchim nach Stunden wieder frei
A24 nach Lkw-Unfall mit Desinfektionsmittel wieder frei

Nach Lkw-Unfall mit Desinfektionsmittel: A24 bei Parchim nach Stunden wieder frei

Ein schwerer Gefahrgutunfall hat auf der Autobahn 24 in Mecklenburg-Vorpommern zu einer stundenlangen Vollsperrung geführt. Ein mit Desinfektionsmittel beladener Lastwagen geriet ins Schlingern und kippte um, wodurch die gefährliche Ladung teilweise auslief. Nach intensiven Bergungs- und Reinigungsarbeiten konnte die Autobahn Richtung Berlin am Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Unfallhergang und Bergungsarbeiten

Der Unfall ereignete sich in der Nacht gegen Mitternacht zwischen den Anschlussstellen Parchim und Suckow. Nach Angaben der Polizei hatte der Lkw-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, weil die Ladung mit Desinfektionsmitteln schlecht gesichert war. Dadurch geriet der Lastwagen ins Schlingern, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke.

Anschließend rutschte der Lkw mit seinem Anhänger die Straßenböschung herunter und kippte auf die Seite, wo er auf dem Standstreifen liegen blieb. Der Fahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und wurde medizinisch versorgt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 350.000 Euro.

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Aufwendige Reinigung und Verkehrsfreigabe

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich besonders aufwendig, weil das auslaufende Desinfektionsmittel eine gründliche Reinigung der Fahrbahn erforderte. Ein spezieller Gefahrgutzug der Feuerwehr wurde eingesetzt, um die chemische Substanz zu beseitigen und mögliche Umweltgefahren zu minimieren.

Ursprünglich war mit einer schnelleren Freigabe der Autobahn gerechnet worden, doch die Reinigungsarbeiten zogen sich länger hin als geplant. Erst um 15 Uhr konnte die Polizei die vollständige Sperrung der A24 Richtung Berlin aufheben. Seitdem rollt der Verkehr auf dieser wichtigen Verbindungsstrecke wieder normal.

Sicherheitshinweise und Folgen

Die Polizei betont die Wichtigkeit einer ordnungsgemäßen Ladungssicherung bei Gefahrguttransporten. Der Unfall hätte bei einer besseren Sicherung der Desinfektionsmittel-Fässer möglicherweise vermieden werden können. Die Ermittlungen zu den genauen Ursachen des Unfalls dauern noch an.

Für Verkehrsteilnehmer bedeutete die Vollsperrung erhebliche Umleitungen und Verspätungen. Die Autobahnpolizei appelliert an alle Lkw-Fahrer, besonders bei Gefahrguttransporten auf eine einwandfreie Ladungssicherung zu achten, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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