Umweltminister Backhaus warnt vor weiteren Wal-Strandungen an deutschen Küsten
Backhaus: Weitere Wal-Strandungen an deutschen Küsten wahrscheinlich

Umweltminister rechnet mit weiteren Wal-Strandungen an deutschen Küsten

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) geht davon aus, dass es in Zukunft zu weiteren Wal-Strandungen an deutschen Küsten kommen wird. „Der nächste Wal kommt bestimmt“, erklärte der Minister vor Beginn einer privaten Rettungsaktion für einen Buckelwal im flachen Gewässer vor der Ostsee-Insel Poel. Backhaus verwies dabei auf einen kürzlich bei Flensburg gesichteten Beluga-Wal und betonte: „Das heißt, wir werden uns mit dem Thema weiter auseinandersetzen müssen.“

Forderung nach überregionaler Koordination

Für den Umgang mit künftigen Strandungen forderte Backhaus eine überregionale Koordinierung der Rettungsmaßnahmen. Als geeignete Einrichtung nannte er das Havariekommando, das vom Bund und den Küstenländern für Schiffsunglücke eingerichtet wurde. „Das Kommando hat Wissenschaftler und Technik verfügbar“, sagte Backhaus während seines Besuchs auf Poel, der im Livestream von News5 übertragen wurde.

Der Minister hat einen entsprechenden Antrag für die Umweltministerkonferenz im Mai eingereicht und zeigt sich zuversichtlich: „Ich bin überzeugt, dass der Antrag Zustimmung finden wird.“ Backhaus betonte jedoch, dass für solche Einsätze auch finanzielle Mittel bereitgestellt werden müssen. „Im Übrigen muss da auch Geld investiert werden“, forderte er und verwies dabei besonders auf das Bundesamt für Naturschutz. „Diese Aufgabe sehe ich sehr deutlich – dass man hier Lösungen findet für Personal und für Investitionen.“

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Emotionale Betroffenheit bei aktueller Strandung

Die aktuelle Situation des bei Wismar gestrandeten Buckelwals bewegt die Menschen in der Region emotional. Ein neuer Rettungsversuch für das Tier ist derzeit in Planung, nachdem vorherige Bemühungen nicht zum Erfolg geführt haben. Experten beobachten die Entwicklung genau, während sich gleichzeitig die Diskussion um langfristige Strategien für den Umgang mit marinen Säugetieren in deutschen Gewässern intensiviert.

Die zunehmenden Wal-Sichtungen in der Ostsee werfen Fragen nach den Ursachen auf. Wissenschaftler vermuten Veränderungen in den Wanderungsrouten der Tiere oder klimatische Einflüsse als mögliche Gründe. Backhaus‘ Warnung vor weiteren Strandungen unterstreicht die Dringlichkeit, tragfähige Konzepte für den Schutz der Meeressäuger zu entwickeln, bevor es zu weiteren Notfällen kommt.

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