Kleiderbörse Gadebusch verhängt Annahmestopp: Lager voll, Gerüchte über Schließung entkräftet
Kleiderbörse Gadebusch: Annahmestopp bei voller Lagerkapazität (20.04.2026)

Kleiderbörse Gadebusch: Annahmestopp bei voller Lagerkapazität

In der Kleiderbörse Gadebusch herrscht derzeit eine außergewöhnliche Situation. Erstmals in ihrer über zwei Jahrzehnte währenden Geschichte musste die Einrichtung einen Annahmestopp für Bekleidungsspenden verhängen. Die Lagerkapazitäten sind vollständig ausgelastet, wie Doreen Seligmann, die Leiterin der Kleiderbörse, deutlich macht.

Lager bis unter die Decke gefüllt

Dutzende Säcke voller Wäsche stapeln sich bis unter die Kellerdecke und verdeutlichen das Ausmaß der aktuellen Herausforderung. „Wir kommen gar nicht hinterher, das abzuarbeiten. Deshalb haben wir erstmals überhaupt einen Annahmestopp verhängen müssen“, erklärt Seligmann. Sie bittet die Bevölkerung um Verständnis für diese notwendige Maßnahme, die vorübergehend ist.

Auf einem Infozettel am Eingangsbereich wird auf den Annahmestopp hingewiesen. Dennoch haben sich in der Region hartnäckige Gerüchte verbreitet, wonach die Gadebuscher Kleiderbörse demnächst komplett schließen würde. „Das stimmt nicht“, stellt Doreen Seligmann mit Nachdruck klar. Das soziale Angebot bleibt für hunderte Menschen in der Region erhalten.

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Wichtiges Angebot für die Region

Die Kleiderbörse bietet gebrauchte Bekleidung zu günstigen Preisen an. Hosen und T-Shirts gibt es jeweils ab drei Euro, Kleider ab vier Euro und Sommerjacken ab fünf Euro. Kinderschuhe sind ebenfalls bereits ab drei Euro erhältlich. Durchschnittlich 250 bis 400 Kunden besuchen die Kleiderbörse pro Monat, wobei der Großteil aus dem Raum Gadebusch und Rehna stammt. Aber auch aus Schwerin, Wismar und Ratzeburg kommen regelmäßig Käufer.

Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr. Die Einrichtung wurde im Jahr 2005 von Lydia Schultz mit ihrem Team eröffnet und befindet sich seit 13 Jahren in der Alten Molkerei.

Voraussichtlich ab Mitte Mai wieder Annahme

Von Mitte Mai an nimmt das Team der Kleiderbörse voraussichtlich wieder Bekleidungsspenden entgegen. Doreen Seligmann appelliert jedoch an die Spender: „Bitte keine abgetragenen Sachen, die wir kostenpflichtig entsorgen müssen. Dies wäre für unseren Verein ein großer finanzieller Aufwand. Geld, das uns an anderer Stelle fehlen würde.“

Der Arbeitslosenverband Gadebusch betreibt neben der Kleiderbörse auch eine Möbelbörse sowie eine Fahrradwerkstatt. Damit ist er eine bedeutende Stütze für Menschen mit schmalem Budget. „Das betrifft insbesondere viele Rentner. Selbst wenn sie Rente bekommen, reicht das Geld oft nur knapp aus, um über den Monat zu kommen“, so Seligmann abschließend.

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