Der deutsche Rapper Marteria, bürgerlich Marten Laciny, hat am 17. April sein sechstes Studioalbum „Zurück in die Zukunft III“ veröffentlicht. Der gebürtige Rostocker zählt heute zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands, doch sein Weg war steinig. Sechs Jahre lang befand er sich in einer tiefen Krise, wie er jetzt im Interview mit dem Rolling Stone Magazin verriet.
Sechs Jahre ohne Halt
In dieser Zeit lebte Marteria von Hartz 4 und verlor drei Wohnungen. „Ich mein, wenn du keine Kohle hast, ich hatte sechs Jahre Hartz 4, eine ganz schlimme Zeit“, erinnert er sich. Der frühere Kapitän sämtlicher Jugendmannschaften des F.C. Hansa Rostock hatte zunächst den Traum vom Profifußball, später arbeitete er als Model in New York. Doch dann folgte der tiefe Fall.
Die Wende dank einer Sachbearbeiterin
Die Rettung kam ausgerechnet vom Arbeitsamt. Marteria traf dort auf Frau Feke, seine zuständige Sachbearbeiterin. „Ich hab gesagt: Ey, ich will Mucke machen und sie hat einfach gesagt: Ey, zieh durch!“, erzählt der Rapper. Diese Unterstützung gab ihm den Mut, weiterzumachen. Er kehrte zurück zu dem, was er schon als Teenager getan hatte: Songs schreiben, rappen, Musik machen.
Heute ist Marteria einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Seine Konzerte sind ausverkauft, er sammelt Platin-Auszeichnungen. In seinem neuen Album verarbeitet er auch diese schwere Zeit. So singt er im Song „Problemarten“: „Lebenslauf sieht aus wie ein EKG, muss nicht tot sein, um Himmel und Hölle zu sehen.“
Marteria betont, wie wichtig es sei, Menschen wie Frau Feke im Leben zu haben. „Manchmal braucht man einfach Leute wie seine ehemalige Sachbearbeiterin Frau Feke im Leben“, sagt er. Seine Geschichte zeigt, dass auch nach sechs Jahren am Boden ein Neuanfang möglich ist.



