Rettungsteam schafft mehr Platz für Buckelwal vor Poel
Mehr Platz für Buckelwal vor Poel geschaffen

Das Rettungsteam, das sich um den vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal kümmert, konzentriert sich derzeit darauf, dem Tier mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Ziel ist es, den Druck des Eigengewichts auf den Körper des Wals zu verringern, der durch den niedrigen Wasserstand besonders hoch ist. Dazu soll ein ausreichend großes Becken geschaffen werden, wie die private Initiative hinter den Bemühungen mitteilte. Ob später, wie ursprünglich geplant, eine Plane und Pontons zum Transport des Tieres zum Einsatz kommen, ist nach Angaben des Teams noch ungewiss.

Wal liegt tiefer im Wasser

Bereits am Dienstag hatten Helfer mit Saug- und Spültechnik den Meeresboden bearbeitet, sodass der Wal nun tiefer im Wasser liegt. Das Team erklärte, der Wal könne noch weiter absinken, wenn er in die geschaffene Mulde rutscht. Direkt am Tier wird per Hand mit einer sogenannten Spüllanze gearbeitet. Etwas entfernt davon saugt eine schwimmende Arbeitsplattform ebenfalls Sediment ab.

Schutz vor Sonne und Futterangebot

Der Wal wurde aufgrund der Sonneneinstrahlung erneut mit Tüchern bedeckt. Am Dienstag bot man dem rund zwölf Tonnen schweren Tier auch zweieinhalb Kilogramm Fisch an, um seinen Kopf in eine günstige Richtung zu lenken. Der Wal nahm das Futter jedoch nicht an.

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Nach Angaben des zum Team gehörenden Schriftstellers Sergio Bambaren war der Wal nach seinem kurzzeitigen Freikommen am Montag in Schräglage gestrandet. Diese Position sei gefährlich, da das Gewicht überwiegend auf einer Seite laste und innere Verletzungen verursachen könne. Das Team habe anschließend daran gearbeitet, den Wal wieder in eine gerade Lage zu bringen.

Herausforderungen für die Rückkehr ins Meer

Um zurück in das tiefere Fahrwasser der Kirchsee – einer kleinen Bucht der Wismarbucht – zu gelangen, müsste sich der Wal idealerweise nach rechts drehen. Würde er sich in die andere Richtung bewegen, geriete er eher in flacheres Wasser. Um in die Ostsee zu gelangen, müsste das Tier zunächst die Kirchsee und dann die Wismarbucht durchqueren.

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