Beamte in Mecklenburg-Vorpommern freuen sich über deutliche Gehaltssteigerungen
Die Landesregierung in Schwerin hat einen wichtigen Beschluss für die öffentlichen Bediensteten gefasst: Beamte des Landes und der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten eine deutliche Gehaltserhöhung. Der bereits im Februar ausgehandelte Tarifabschluss für Angestellte wird nun auf die Beamten übertragen, wie Finanzminister Heiko Geue (SPD) mitteilte.
Stufenweise Erhöhung mit sofortiger Wirkung
Der entsprechende Gesetzentwurf wurde von der Landesregierung beschlossen und wird nun dem Landtag zugeleitet. Die Bezüge der Beamten sollen rückwirkend zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent angehoben werden, mindestens jedoch um 100 Euro monatlich. Für Anwärter ist eine Erhöhung um 60 Euro vorgesehen.
Die geplante Auszahlung soll bereits ab Juni 2026 erfolgen, wofür ein sogenannter Abschlagserlass auf den Weg gebracht wird. Das Gesetz soll noch vor der Landtagswahl im September beschlossen werden, um die finanzielle Verbesserung für die Beamten zügig umzusetzen.
Weitere Steigerungen in den kommenden Jahren
Die Gehaltsanpassungen erfolgen in mehreren Stufen:
- Zum 1. März 2027 ist eine weitere Erhöhung um 2 Prozent geplant, wobei Anwärter erneut mit einem Plus von 60 Euro rechnen können.
- Zum 1. Januar 2028 folgt dann eine letzte Steigerung um 1 Prozent, bei der Anwärter 30 Euro zusätzlich erhalten sollen.
Von diesen positiven Entwicklungen profitieren zahlreiche Berufsgruppen im öffentlichen Dienst, darunter:
- Lehrerinnen und Lehrer
- Polizeibeamte
- Staatsanwälte
- Gefängnisaufseher
Minister und Staatssekretäre gehen leer aus
Eine besondere Regelung betrifft die Spitzenpolitiker des Landes: Minister der Landesregierung und Parlamentarische Staatssekretäre sind von der Gehaltssteigerung zum 1. April 2026 ausgenommen. Laut Finanzminister Geue soll damit ein deutliches Zeichen von Sparsamkeit gesetzt werden.
Finanzielle Auswirkungen für das Land
Die geplanten Gehaltssteigerungen verursachen erhebliche Mehrkosten für das Land Mecklenburg-Vorpommern:
- Allein im Jahr 2026 entstehen Kosten in Höhe von 65 Millionen Euro
- Für das Jahr 2027 werden Zusatzkosten von 135 Millionen Euro erwartet
- Im Jahr 2028 steigen die Kosten auf 175 Millionen Euro an
Diese Investition in die Beamtenbesoldung unterstreicht die Bedeutung, die die Landesregierung einer angemessenen Vergütung der öffentlich Bediensteten beimisst, während gleichzeitig bei den eigenen Spitzenpositionen Zurückhaltung geübt wird.



