MV-Regierung empört über verlängerte Bahnsanierung Hamburg-Berlin
MV-Regierung empört über Bahn-Verlängerung

MV-Regierung empört über verlängerte Bahnsanierung Hamburg-Berlin

Pendler in Mecklenburg-Vorpommern müssen weiterhin Geduld beweisen: Die umfassende Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke Hamburg-Berlin verzögert sich unbestimmt. Die Landesregierung in Schwerin reagiert empört und fühlt sich von der Deutschen Bahn verschaukelt. Verkehrsminister Wolfgang Blank bezeichnete die Ankündigung der Bahn, über den ursprünglich geplanten 1. Mai hinaus bauen zu wollen, als „völlig inakzeptabel“.

Kein Wort zur Landesregierung bei Treffen

Der parteilose Verkehrsminister Wolfgang Blank erklärte in Schwerin: „Wir haben kein Verständnis für diese Verzögerung.“ Vor wenigen Tagen hätten sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und er mit Bahnchefin Evelyn Palla getroffen. Blank berichtete: „Die Ministerpräsidentin hat ausdrücklich gefragt, ob es bei der Eröffnung bleibt. Da gab es kein Wort von der Bahn zur Verzögerung.“

Ministerpräsidentin Schwesig äußerte sich in ihrem Instagram-Kanal kritisch: „Genau das ist das Problem der Deutschen Bahn: Dass die Bürgerinnen und Bürger sich einfach nicht darauf verlassen können.“ Die Schweriner Landesregierung erwartet laut Blank, „dass die Bahn jetzt alle Kräfte zusammennimmt, den Bau fertigstellt und schnellstmöglich den Eröffnungstermin benennt“. Es handle sich um eine Frage des Respekts und des Vertrauens.

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Bahn begründet Verzögerung mit Winterwitterung

Die Deutsche Bahn hatte am Montag bekanntgegeben, dass sich der Abschluss der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wegen der Winterwitterung auf unbestimmte Zeit verschiebt. Kernproblem ist demnach der Kabeltiefbau für die Signalanlagen, der durch Bodenfrost behindert wird.

Die 280 Kilometer lange Strecke führt durch fünf Bundesländer und gilt als eine der wichtigsten Pendlerstrecken in Deutschland mit täglich rund 30.000 Fahrgästen im Fernverkehr und insgesamt 470 Zügen pro Tag. Seit Anfang August 2025 ist die Strecke für die Sanierung gesperrt – ursprünglich war mit neun Monaten Bauzeit geplant worden.

Folgen für Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind zahlreiche Pendler betroffen, insbesondere auf der Verbindung Rostock-Schwerin-Hamburg. Die pinkfarbenen Busse des Schienenersatzverkehrs müssen länger als geplant fahren – wie lange genau, hat die Bahn bisher nicht bekanntgegeben.

Ministerpräsidentin Schwesig forderte die Bahn auf, alles dafür zu tun, dass die Bahnstrecke zum 1. Mai wieder geöffnet wird und verbindliche, verlässliche Fahrpläne für die Pendler bestehen. Die Landesregierung betont die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Verzögerung für die Region.

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