Naturgefahren haben in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2025 zu Schäden in Höhe von insgesamt knapp 12 Millionen Euro geführt. Das geht aus neuen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Besonders Sturm und Hagel sowie Überschwemmungen und Starkregen haben die Region getroffen.
Sturm und Hagel dominieren das Schadensbild
Nach Angaben des GDV führten Überschwemmungen, Starkregen und andere Elementargefahren zu rund 1.000 Schäden mit Kosten von gut 3 Millionen Euro. Hinzu kamen Sturm und Hagel, die mit rund 6.000 Schäden die Versicherer mit gut 8 Millionen Euro belasteten. „Auf Elementargefahren entfielen in Mecklenburg-Vorpommern im Schnitt 3.500 Euro je Schaden, auf Sturm- und Hagelschäden 1.400 Euro“, erläutert Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV.
Nur 39 Prozent der Gebäude mit Elementarschutz
Ein großes Problem bleibt die mangelnde Absicherung: Nur 39 Prozent der Wohngebäude in Mecklenburg-Vorpommern haben einen Elementarschutz als Zusatzbaustein. Bundesweit liegt dieser Anteil bei 59 Prozent. „Viele Häuser sind nicht umfassend gegen Naturgefahren geschützt“, warnt Asmussen. In der Wohngebäudeversicherung sind Schäden durch Sturm und Hagel in der Regel automatisch mitversichert. Für Schäden durch Überschwemmung, Starkregen und andere Elementargefahren ist dagegen ein zusätzlicher Baustein nötig.
Bundesweit geringere Schadenssumme als 2024
Bundesweit fiel die Schadenssumme 2025 mit 1,4 Milliarden Euro deutlich geringer aus als im Jahr zuvor (4,4 Milliarden Euro). Große Überschwemmungen wie 2024 blieben aus, stattdessen prägten vor allem Sturm und Hagel das Schadenbild. „Die Schäden schwanken stark von Jahr zu Jahr, deshalb dürfen ruhigere Jahre nicht als Trend interpretiert werden“, betont Asmussen. Sturm und Hagel verursachten allein Schäden in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Bei bundesweit etwa 479.000 Schadensfällen betrug der durchschnittliche Schaden rund 2.100 Euro.
Elementarschäden teurer als Sturmschäden
Versicherte Elementarschäden summierten sich 2025 auf rund 400 Millionen Euro bei etwa 88.000 Schäden. Mit durchschnittlich rund 4.700 Euro pro Schaden liegen die Kosten deutlich über denen von Sturm und Hagel. Solche Ereignisse treffen viele Gebäude gleichzeitig, verursachen aber häufig eher kleinere und mittlere Schäden, etwa an Dächern, Fassaden oder Fenstern. Der GDV empfiehlt Hausbesitzern, ihre Versicherungspolicen zu prüfen und gegebenenfalls um Elementarschutz zu erweitern.



