Rostock Seawolves erleiden erneuten Rückschlag im Playoff-Rennen
Im entscheidenden Endspurt der Basketball-Bundesliga-Saison haben die Rostock Seawolves eine enttäuschende Niederlage hinnehmen müssen. Das Team von Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz unterlag am Samstagabend Ratiopharm Ulm mit 68:75 (35:41) in der heimischen Ostseehalle. Diese Niederlage markiert bereits die 14. Saisonniederlage in 28 Spielen und erschwert die Hoffnungen auf eine direkte Playoff-Teilnahme erheblich.
Schleppender Start und verpasste Chancen
Das Spiel begann für beide Teams äußerst verhalten. Nach mehr als vier Minuten Basketball stand es lediglich 4:4 auf der Anzeigetafel. Die Rostocker konnten sich im ersten Viertel minimal absetzen und führten mit vier Punkten Vorsprung in die zweite Spielphase. Doch genau hier wendete sich das Blatt zugunsten der Gäste aus Ulm.
Im zweiten Abschnitt übernahmen die Ulmer die Kontrolle über das Spielgeschehen. Innerhalb von nur 75 Sekunden erzielten sie eine beeindruckende 9:0-Serie und zogen auf 31:22 davon. Die Seawolves zeigten sich in dieser Phase überraschend unkonzentriert und ließen zu viele leichte Punkte zu. Erst kurz vor der Halbzeitpause gelang es den Mecklenburgern, den Rückstand auf ein verkraftbares Maß zu reduzieren.
Kurze Führung und bitteres Ende
Nach der Pause kämpften sich die Rostocker zurück ins Spiel. In der 27. Minute sorgte Andy van Vliet mit einem spektakulären Korbleger für die erste Führung seit langer Zeit – 50:48 für die Gastgeber. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn Ulm reagierte prompt und effektiv.
Im entscheidenden Schlussviertel zogen die Gäste mit einem 8:0-Lauf auf 64:57 davon und übernahmen erneut die Kontrolle. Die Seawolves zeigten zwar noch einmal Kampfgeist und kämpften sich durch einen Korbleger von Elias Baggette auf nur einen Punkt heran. Doch 20 Sekunden vor Spielende besiegelte Mark Smith mit einem kraftvollen Dunking zum 72:68 die Niederlage der Rostocker.
Bester Werfer der Gastgeber war D'Shawn Schwartz mit 16 Punkten, doch seine Leistung reichte nicht aus, um den Sieg zu erringen. Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz stand während des gesamten Spiels gestikulierend am Spielfeldrand und versuchte, seine Mannschaft zu motivieren – letztlich jedoch vergeblich.
Playoff-Träume in weiter Ferne
Diese Niederlage kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die Rostock Seawolves wollten sich im Endspurt der Liga noch auf einen Playoff-Platz werfen, doch gegen das zuletzt dreimal sieglose Ulm taten sich die Mecklenburger überraschend schwer. Die Aufholjagd in der Schlussphase blieb ohne den erhofften Erfolg.
Die Mannschaft aus Rostock muss nun in den verbleibenden Spielen zeigen, ob sie trotz dieses Rückschlags noch die Kurve kriegen kann. Die direkte Playoff-Teilnahme rückt mit dieser Niederlage in weitere Ferne, und der Druck auf das Team um Trainer Frasunkiewicz wächst mit jedem verlorenen Spiel.



