Tarifeinigung für Niedersachsens Hotel- und Gaststättengewerbe
Für die Beschäftigten in Hotels und Gaststätten in Niedersachsen steht ein deutliches Lohnplus bevor. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Niedersachsen haben sich in ihrer Tarifrunde auf eine deutliche Gehaltserhöhung geeinigt, wie beide Seiten gemeinsam mitteilten. Diese Einigung bringt konkrete finanzielle Verbesserungen für Kellner, Köche und alle weiteren Angestellten in der Branche.
Konkrete Lohnerhöhungen und Vertragslaufzeit
Die vereinbarten Steigerungen sehen vor, dass alle Löhne und Gehälter ab Mai 2026 um 3,0 Prozent angehoben werden. Im Mai 2027 erfolgt dann eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent. Der Tarifvertrag besitzt eine Laufzeit bis Ende April 2028, was sowohl den Beschäftigten als auch den Unternehmen langfristige Planungssicherheit bietet. Diese Einigung wurde bereits in der zweiten Verhandlungsrunde erzielt, nachdem die erste Runde im Februar noch ohne Ergebnis geblieben war.
Stellungnahmen der Verhandlungsparteien
Dirk Breuckmann, der Verhandlungsführer des Dehoga Niedersachsen, betonte in einer Mitteilung: „Nach intensiven und anspruchsvollen Verhandlungen ist uns ein für beide Tarifparteien noch tragfähiger Abschluss gelungen.“ Er verwies insbesondere auf die weiterhin hohe und steigende Kostenbelastung im Gastgewerbe, mit der die Arbeitgeberseite konfrontiert ist. Jeanine Weigel, die Verhandlungsführerin der NGG, erklärte: „Die Beschäftigten in Niedersachsen in der Hotellerie und Gastronomie haben diese Lohnerhöhung angesichts der zu erwartenden steigenden Inflation dringend nötig.“ Sie zeigte sich erfreut darüber, mit diesem Abschluss ein ordentliches Lohnplus für die Beschäftigten sichern zu können.
Bedeutung für die Branche in Niedersachsen
Dieser Tarifabschluss stellt einen wichtigen Schritt für die Arbeitsbedingungen im niedersächsischen Hotel- und Gaststättengewerbe dar. Die vergleichsweise schnelle Einigung in der zweiten Verhandlungsrunde unterstreicht den Willen beider Seiten, tragfähige Lösungen zu finden. Die vereinbarten prozentualen Erhöhungen werden sich direkt auf die Einkommenssituation der Beschäftigten auswirken und helfen, die Kaufkraft angesichts inflatorischer Tendenzen zu stabilisieren. Gleichzeitig bietet die lange Vertragslaufzeit den Unternehmen die notwendige Kalkulationssicherheit für die kommenden Jahre.



