Sonderurlaub-Skandal erschüttert SPD-Wahlkampf in Rheinland-Pfalz
Der Amtsinhaber Alexander Schweitzer (52, SPD) sieht sich als richtigen Mann für Rheinland-Pfalz, doch ein Sonderurlaub-Skandal könnte seinen Wahlkampf entscheidend beeinflussen. Die SPD beherrscht das südwestliche Bundesland seit 35 Jahren, doch nun gerät diese Dominanz ins Wanken.
Skandal um Beamtin im Innenministerium
Überschattet wird Schweitzers Wahlkampf durch den Sonderurlaub einer Beamtin aus dem SPD-geführten Innenministerium. Diese ist seit Dezember 2024 beurlaubt, um den SPD-Wahlkampf zu leiten, sammelt jedoch weiterhin Pensionsansprüche aus Steuergeldern. Der SWR beharrte in einer TV-Sendung darauf, dass dieser Sonderurlaub rechtswidrig ist, was Schweitzer in der Wahlarena kräftig ins Schwitzen brachte.
Umfragen zeigen SPD-Rückstand
Laut einer aktuellen ZDF-Umfrage liegt die CDU mit 28 Prozent nun zwei Prozentpunkte vor der SPD mit 26 Prozent. Nach Wochen der roten Aufholjagd vergrößert sich der Abstand zwischen Union und SPD wieder. Dieser Trend könnte darauf hindeuten, dass die Geduld der Wähler in Rheinland-Pfalz mit der SPD nach 35 Jahren an der Spitze langsam erschöpft ist.
Vergleich mit Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg kostete der „Rehaugen“-Skandal dem CDU-Herausforderer Manuel Hagel (37) möglicherweise die wahlentscheidenden Prozentstimmen. In Rheinland-Pfalz steht die SPD nun vor einem ähnlichen „Rehaugen“-Moment, wobei Schweitzer den Sonderurlaub selbst nicht einmal moralisch verwerflich findet. Dies könnte den Wahlsieg gefährden.
Historischer Kontext und Ausblick
Vorgängerin Malu Dreyer (65, SPD) überstand Flut-Versagen, Rücktritte und Skandale unbeschadet und erzielte Top-Werte. Ob Schweitzer auf das geduldige Nachsehen der Wähler hoffen kann, bleibt fraglich. Die anhaltende Dominanz der SPD in Rheinland-Pfalz steht auf dem Prüfstand, und der Ausgang der Wahl könnte von diesem Skandal maßgeblich beeinflusst werden.



