Demokratiezentrum Sachsen eröffnet neue Beratungsstelle in Bautzen für Betroffene von Hassgewalt
In Bautzen hat das Demokratiezentrum Sachsen eine neue Beratungsstelle eröffnet, die speziell für die Beratung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt konzipiert ist. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Dresden gab die Eröffnung der Anlaufstelle offiziell bekannt.
Unterstützung vor Ort und Stärkung der Prävention
Die neue Anlaufstelle in Bautzen soll sicherstellen, dass Opfer rechtsmotivierter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt schnelle und kompetente Unterstützung direkt vor Ort erhalten. Darüber hinaus wird die mobile Beratung sowie die Schulberatung zum Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen der Menschenfeindlichkeit deutlich gestärkt.
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung: „Mit der neuen Anlaufstelle in Bautzen stellen wir sicher, dass Betroffene rechtsmotivierter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt schnelle und kompetente Unterstützung vor Ort erhalten.“ Sie fügte hinzu: „Gleichzeitig schaffen wir zusätzliche Angebote für Schulen, Vereine, Betriebe und andere Akteure, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und menschenfeindlichen Vorfällen entgegenzuwirken.“
Umfassende Beratungsangebote für verschiedene Zielgruppen
Die Beratungsstelle richtet sich nicht nur an direkt Betroffene von Hassgewalt, sondern bietet auch umfangreiche Unterstützung für Institutionen und Organisationen. Die Angebote umfassen:
- Individuelle Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
- Mobile Beratungseinheiten für verschiedene Regionen in Ostsachsen
- Schulberatungsprogramme zur Prävention von Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit
- Unterstützung für Vereine, Betriebe und andere gesellschaftliche Akteure
- Fortbildungen und Workshops zum Umgang mit diskriminierenden Vorfällen
Die Eröffnung der Beratungsstelle in Bautzen markiert einen wichtigen Schritt in der Arbeit des Demokratiezentrums Sachsen, das sich seit Jahren für die Stärkung demokratischer Werte und den Schutz vor menschenfeindlicher Gewalt einsetzt. Die Anlaufstelle soll als zentrale Ansprechstelle in der Region Ostsachsen dienen und die bestehenden Beratungsstrukturen ergänzen.



