Sächsische Beamte erhalten mehr Geld: CDU und SPD übertragen Tariferhöhung
Die Besoldung von Beamten in Sachsen soll entsprechend der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst angehoben werden. Die Regierungsparteien CDU und SPD haben angekündigt, einen Gesetzentwurf zur Anpassung der Besoldung und Versorgung in den Landtag einzubringen. Damit sollen auch Polizisten und andere Beamte von den höheren Entgelten profitieren.
Drei Stufen der Erhöhung bis 2028
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die Gewerkschaften hatten sich nach intensiven Verhandlungen und Warnstreiks auf eine dreistufige Erhöhung geeinigt. Zum 1. April 2026 steigen die Entgelte um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Am 1. März 2027 folgt eine weitere Anhebung um 2,0 Prozent, und der letzte Schritt von 1,0 Prozent tritt am 1. Januar 2028 in Kraft.
Frage der Fairness und Anerkennung
Jan Löffler, haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, bezeichnete den Tarifabschluss als maßvolles Ergebnis. Die Übertragung auf die Beamten sei eine Frage der Fairness. Henning Homann, Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte, dass damit Respekt gegenüber den Beschäftigten ausgedrückt werden solle. „Wir stehen vor Veränderungsprozessen: Wir wollen die Verwaltung digitalisieren und modernisieren“, sagte Homann. Dafür benötige man motivierte und anerkannte Mitarbeiter.
Positive Reaktionen von Gewerkschaften
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Ankündigung der Regierungsparteien. Ralf Hron, Vizevorsitzender des DGB Sachsen, hob hervor, dass Beamtinnen und Beamte sich für Rechtsstaat und Demokratie einsetzen. „Mit der zeitgleichen und systemgerechten Übertragung des Tarifergebnisses knüpft der Freistaat Sachsen an die bisherige gute Praxis der letzten Jahre an“, erklärte Hron. Diese Übertragung sei ein wichtiges Signal der Wertschätzung.
Die geplante Gesetzesinitiative unterstreicht das Bestreben, die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Sektor zu verbessern und die Attraktivität des Beamtenberufs in Sachsen zu steigern. Die Anpassung der Besoldung soll dazu beitragen, Fachkräfte zu halten und neue Talente zu gewinnen.



