Weltkriegsbombe in Dresden erfolgreich entschärft – 18.000 Menschen kehren zurück
Weltkriegsbombe in Dresden entschärft – 18.000 kehren zurück

Weltkriegsbombe in Dresden erfolgreich entschärft – Großevakuierung beendet

In Dresden ist am Dienstagnachmittag eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Die Polizei gab um 15.10 Uhr grünes Licht für die Aufhebung des weiträumigen Sperrkreises, der große Teile des Stadtzentrums umfasste. Damit können nun etwa 18.000 betroffene Anwohner, Pendler und Touristen wieder in ihre Wohnungen und Geschäfte zurückkehren.

Defekter Zünder erforderte Spezialtechnik

Die Entschärfung gestaltete sich aufgrund eines beschädigten Zünders der britischen Fliegerbombe als besonders anspruchsvoll. Der Sprengmeister setzte ein hochmodernes Wasserschneidgerät ein, um den Blindgänger kontrolliert zu sprengen. „Nach und nach werden jetzt alle Sperrungen aufgehoben“, erklärte Polizeisprecher Marko Laske. Die Maßnahme verlief planmäßig und ohne Zwischenfälle.

Größte Evakuierung in der Geschichte Dresdens

Die Evakuierung am Vormittag war nach Angaben der Feuerwehr die bisher umfangreichste in der sächsischen Landeshauptstadt. Ein Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Metern umfasste bedeutende historische Gebäude wie das Residenzschloss, die Semperoper und die Frauenkirche. Auch mehrere Ministerien, der Sächsische Landtag sowie die Polizeidirektion – die ihren Standort vorübergehend verlegen musste – lagen innerhalb des abgesperrten Bereichs. Zahlreiche Pflegeheime und Kindertagesstätten waren von der Räumung betroffen.

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Fundort am Neustädter Elbufer bei Brückenarbeiten

Entdeckt wurde der Blindgänger im Rahmen einer routinemäßigen Kampfmittelsondierung am Neustädter Elbufer, im Bereich der eingestürzten Carolabrücke. Diese dient der Vorbereitung für einen geplanten Neubau. Allein bei den Abrissarbeiten der Carolabrücke wurden im vergangenen Jahr bereits vier weitere Blindgänger gefunden, was die anhaltende Gefahr durch nicht explodierte Weltkriegsmunition in der Region unterstreicht.

Historischer Kontext: Die Zerstörung Dresdens 1945

Die Elbestadt war am 13. Februar 1945 und in den folgenden Tagen bei schweren Angriffen englischer und US-amerikanischer Bomber stark zerstört worden. Bis heute werden bei Bauarbeiten regelmäßig Blindgänger aus dieser Zeit gefunden, die eine kontinuierliche Herausforderung für die Stadt und ihre Bewohner darstellen. Die erfolgreiche Entschärfung der 250-Kilogramm-Bombe markiert einen weiteren wichtigen Schritt in der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Stadtgeschichte.

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