Winterchaos in Sachsen: Fünf Verletzte bei Massenkarambolage auf glatten Straßen
Winterchaos in Sachsen: Fünf Verletzte bei Massencrash

Winterwetter legt Teile Sachsens lahm: Fünf Verletzte bei schwerem Unfall

Der erneute Wintereinbruch hat am Montagmorgen für chaotische Verhältnisse auf den Straßen in Sachsen gesorgt. Schneefall und Glätte führten insbesondere im Berufsverkehr zu einer Häufung von Verkehrsunfällen. Nach Angaben des Verkehrswarndienstes kam es vor allem im Raum Chemnitz und Leipzig zu zahlreichen Kollisionen auf rutschigen Fahrbahnen.

Schwerer Unfall in Eilenburg: Fünf Fahrzeuge und fünf Verletzte

Besonders schwerwiegend war ein Verkehrsunfall in Eilenburg im Landkreis Nordsachsen. Im morgendlichen Berufsverkehr waren dort fünf Fahrzeuge in einen Massencrash verwickelt. Die Polizei bestätigte, dass dabei fünf Personen verletzt wurden. Die Bundesstraße 87 musste zeitweise vollständig gesperrt werden, um die Unfallstelle aufnehmen und die Verletzten versorgen zu können.

Allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Leipzig, die für die Landkreise Nordsachsen und Leipziger Land sowie die Stadt Leipzig verantwortlich ist, registrierten die Beamten am Montagmorgen insgesamt 31 Unfälle. Die meisten dieser Vorfälle ereigneten sich aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse.

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Gemischte Bilanz: Teilweise entspannte Verkehrslage trotz Schneefall

Interessanterweise blieb die Verkehrssituation in anderen Regionen Sachsens trotz des Schneefalls vergleichsweise ruhig. Die Polizeidirektionen in Zwickau, Chemnitz, Görlitz und Dresden meldeten eine relativ entspannte Lage. „Die Autofahrerinnen und Autofahrer scheinen sich gut auf die Witterungsbedingungen eingestellt zu haben“, erklärte ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden. In den meisten Fällen beschränkten sich die Schäden auf Blechschäden an den Fahrzeugen.

Der Bahnverkehr sowie die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden verzeichneten keine nennenswerten Beeinträchtigungen durch das Winterwetter. Die Verkehrsbetriebe hatten sich offenbar gut auf die winterlichen Bedingungen vorbereitet.

Wetterdienst warnt vor gefrierendem Regen und Glatteisbildung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den weiteren Tagesverlauf eine besondere Warnung ausgegeben. Nachdem es am Montag landesweit schneite, könnte der Niederschlag am Nachmittag in gefrierenden Regen übergehen. Diese Wetterentwicklung birgt erhebliche Gefahren für den Straßenverkehr, da sich auf den Fahrbahnen schnell Glatteis bilden kann.

Die Temperaturen bewegen sich laut DWD von Nordost nach Südwest zwischen minus zwei und plus drei Grad. In den Bergregionen werden Werte von minus fünf bis plus ein Grad erwartet. Diese Temperaturspanne begünstigt die gefährliche Mischung aus Schnee, Regen und Eisbildung.

Winterdienst im Dauereinsatz: Dresden bereitet sich auf weitere Schneefälle vor

Die Stadt Dresden hat ihren Winterdienst bereits am frühen Morgen in Alarmbereitschaft versetzt. Bei leichtem Schneefall und Temperaturen um minus fünf Grad rückten 49 Arbeitskräfte mit 40 Streufahrzeugen aus, um die wichtigsten Verkehrsadern der Landeshauptstadt zu sichern.

Die Stadtverwaltung teilte mit, dass sich die Winterdienste insbesondere auf das Hauptstreckennetz konzentrieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei:

  • Höhenlagen
  • Gefällestrecken
  • Buslinien
  • Brücken

Da für den Nachmittag weitere Schneefälle erwartet werden, plant die Stadt Dresden bereits eine zweite Winterdienst-Schicht, die bis 21 Uhr im Einsatz bleiben soll.

Wetterprognose: Weitere winterliche Bedingungen in den kommenden Tagen

Der Deutsche Wetterdienst rechnet auch in den nächsten Tagen mit anhaltend winterlichen Verhältnissen:

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  1. Nacht zum Dienstag: Weiterer Schneefall, örtlich möglicherweise gefrierende Niederschläge mit Glättegefahr. Temperaturen sinken auf null bis minus vier Grad, in Berglagen bis minus fünf Grad.
  2. Dienstag: Gelegentlich leichter Regen oder Schnee bei stark bewölktem Himmel. Höchstwerte bei drei bis sechs Grad, im Bergland bei minus ein bis plus drei Grad.
  3. Nacht zum Mittwoch: Erneuter leichter Schneefall mit dichten Wolken. Temperaturen zwischen null und minus drei Grad, in Bergregionen bis minus fünf Grad.
  4. Mittwoch: Zunächst bewölkt mit leichtem Schnee, später Auflockerungen. Maximaltemperaturen von null bis drei Grad, im Bergland minus vier bis plus ein Grad.

Die Behörden raten allen Verkehrsteilnehmern, sich auf die anhaltend winterlichen Bedingungen einzustellen und besonders vorsichtig zu fahren. Bei gefrierendem Regen sollte nach Möglichkeit auf nicht dringend notwendige Fahrten verzichtet werden.