Thüringer Arztpraxen: Grippewelle flacht ab, RSV bleibt Sorgenkind
Grippewelle in Thüringen flacht ab, RSV bleibt Sorgenkind

Grippewelle in Thüringen flacht deutlich ab

Der Frühling kündigt sich an und mit ihm eine deutliche Entspannung bei den Atemwegserkrankungen in Thüringen. Die Arztpraxen im Freistaat verzeichnen einen spürbaren Rückgang der Patientenzahlen, nachdem die Grippewelle ihren Höhepunkt überschritten hat. Laut aktuellen Daten des Thüringer Gesundheitsministeriums wurden in der ersten Märzwoche noch etwa 23.000 Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen registriert. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur letzten Februarwoche, als noch rund 37.000 Fälle gemeldet wurden.

Influenza-Fälle gehen kontinuierlich zurück

Vor allem bei der Virusgrippe zeigt sich eine positive Entwicklung. Anfang März wurden lediglich 310 neue Influenza-Fälle an die Gesundheitsbehörden gemeldet. Damit setzt sich der seit Mitte Februar anhaltende Abwärtstrend fort. Experten gehen davon aus, dass die aktuelle Grippesaison insgesamt weniger heftig ausfällt als im Vorjahr. Allerdings ist bei diesen Zahlen von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen, da nicht alle Erkrankungen gemeldet werden. Besonders häufig wurde die Grippe bislang bei Kindern nachgewiesen, was auf die erhöhte Anfälligkeit dieser Altersgruppe hindeutet.

RSV-Virus bleibt auf konstant hohem Niveau

Während sich die Lage bei der Grippe entspannt, gibt es beim Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) nur wenig Grund zur Entwarnung. In der ersten Märzwoche wurden noch 275 RSV-Fälle gemeldet, nach 301 Fällen in der Vorwoche. Die Zahlen bewegen sich seit mehreren Wochen auf einem konstant hohen Plateau. Dieses Virus stellt damit weiterhin ein Sorgenkind in der Thüringer Gesundheitslandschaft dar, insbesondere weil es vor allem Kleinkinder bis zu vier Jahren betrifft. Viele junge Patienten müssen mit Symptomen wie Husten, Schnupfen und Atembeschwerden einem Arzt vorgestellt werden.

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Corona-Infektionen auf niedrigem Niveau

Im Gegensatz zu Grippe und RSV verhalten sich die Corona-Infektionen im Freistaat ruhig. Anfang März lag die Fallzahl bei lediglich 32 gemeldeten Infektionen, was dem niedrigen Niveau der Vorwoche entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht den aktuellen Fokus auf andere Atemwegserkrankungen in der Region. Die Gesundheitsbehörden beobachten die Situation weiterhin aufmerksam, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.

Insgesamt deutet sich an, dass die Thüringer Arztpraxen langsam aus der Hochphase der Atemwegserkrankungen herauskommen. Doch die anhaltend hohen RSV-Zahlen erinnern daran, dass die Saison noch nicht vollständig überstanden ist. Eltern von Kleinkindern sollten weiterhin wachsam bleiben und bei Symptomen frühzeitig medizinischen Rat einholen.

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