Polizei überwacht rechtsextreme Konzerte in Südthüringen mit strengen Auflagen
Die Polizei in Thüringen begleitet die Auftritte einer rechtsextremen Band aus der Schweiz in einem Südthüringer Ort mit intensiven Kontrollen und strengen Auflagen. Sicherheitskreise berichten, dass das Konzert am Freitagabend ohne besondere Vorkommnisse verlief, nachdem die Besucher bei der Anreise gründlich überprüft wurden. Etwa 40 Personen aus 23 verschiedenen Landkreisen waren vor Ort.
Veranstalter muss Polizeipräsenz dulden
Der Veranstalter, der Inhaber eines in der rechten Szene bekannten Lokals in Auengrund im Landkreis Hildburghausen, hatte versucht, juristisch gegen die Auflagen vorzugehen. Das Verwaltungsgericht Meiningen entschied jedoch, dass die von der Gemeinde verlangten Maßnahmen gerechtfertigt sind. Laut Gerichtsbeschluss muss der Wirt unter anderem dulden, dass Polizisten bei den Auftritten anwesend sind, um strafrechtlich relevante Inhalte wie Volksverhetzung zu überprüfen.
Weitere Konzerte unter Beobachtung
Nach Angaben des Thüringer Innenministeriums soll die rechtsextreme Band am Wochenende noch zwei weitere Male in dem Südthüringer Ort auftreten. Die regelmäßigen Konzerte dort werden grundsätzlich polizeilich begleitet, um mögliche Verstöße gegen das Strafrecht frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.
Linke fordert schärfere Maßnahmen
Die Partei Die Linke hatte im Vorfeld gefordert, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Auftritte zu verhindern – von Betretungsverboten bis hin zu Einreiseverboten. Hintergrund ist, dass der Sänger der Band zugleich Frontmann der Gruppe „Erschießungskommando“ ist, die in ihren Liedern unter anderem zum Mord an der Landtagsabgeordneten Katharina König-Preuss (Linke) aufgerufen und Jüdinnen sowie Juden mit Folter und Mord gedroht haben soll.
Die Polizei bleibt wachsam und wird die weiteren Konzerte weiterhin engmaschig überwachen, um die Einhaltung der Auflagen sicherzustellen und gegebenenfalls strafbare Handlungen zu verfolgen.



