DLRG-Statistik: Sieben Männer ertranken 2025 in Thüringer Gewässern
In Thüringen sind im vergangenen Jahr sieben Menschen in Gewässern ertrunken. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervor. Damit stieg die Zahl der tödlichen Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um einen Fall an. Alle Opfer waren ausschließlich Männer, die zwischen 21 und 60 Jahre alt waren. In zwei Fällen blieb das Alter unbekannt. Erfreulicherweise kamen in Thüringen im Jahr 2025 keine Kinder durch Ertrinken ums Leben, was einen positiven Unterschied zum Vorjahr darstellt.
Besonders viele Todesfälle im April
Auffällig ist die Verteilung der Unfälle über das Jahr. Besonders viele Todesfälle wurden im April 2025 verzeichnet, mit insgesamt drei Opfern. Darunter befand sich ein 21-Jähriger, der beim Versuch, einen See in Nordhausen zu durchschwimmen, ums Leben kam. In der klassischen Badesaison, den Sommermonaten, wurden hingegen nur im August und September jeweils ein Todesfall erfasst. Dies unterstreicht, dass tödliche Unfälle in Gewässern nicht auf die warme Jahreszeit beschränkt sind.
Unfallorte: Flüsse als häufigste Gefahrenquelle
Die Statistik der DLRG zeigt auch, wo sich die Unfälle ereigneten. Mit drei Todesfällen waren Flüsse im Freistaat Thüringen der häufigste Unfallort. Ein weiterer tragischer Vorfall geschah im August im Freibad Näherstille in Schmalkalden, wo ein 54-Jähriger starb. Dieser Fall war der einzige tödliche Unfall in einem Frei- oder Hallenbad im gesamten Jahr 2025. Die DLRG wertet für ihre Erhebungen unter anderem Medienberichte über Ertrinkungsfälle aus, um ein möglichst genaues Bild der Situation zu erhalten.
Deutschlandweite Entwicklung
Deutschlandweit ist die Zahl der Badetoten im Jahr 2025 nach Angaben der DLRG um 18 auf insgesamt 393 gesunken. Die meisten Unfälle ereigneten sich dabei in den Monaten Juni, Juli und August, was den typischen Badesaisonverlauf widerspiegelt. Diese Daten verdeutlichen, wie wichtig kontinuierliche Aufklärung und Sicherheitsmaßnahmen rund um Gewässer sind, um Leben zu retten und Unfälle zu verhindern.



