Deutsches Basketball-Talent im Final Four der March Madness
Das deutsche Basketball-Talent Ivan Kharchenkov hat einen großen Erfolg in den USA gefeiert. Der ehemalige Profi von Bayern München zog mit den Arizona Wildcats, dem Titel-Favoriten, ins Final Four der prestigeträchtigen March Madness ein. Im Viertelfinale in San José besiegte das Team die Purdue Boilermakers mit einem deutlichen 79:64.
Chance auf deutschen College-Meistertitel
Beim Showdown der besten vier College-Teams der USA in Indianapolis vom 4. bis 6. April könnte somit erstmals seit zwölf Jahren wieder ein Deutscher die Meisterschaft holen. Zuletzt gewann Weltmeister Niels Giffey im Jahr 2014 mit den Uconn Huskies den Titel, gemeinsam mit seinem deutschen Mitspieler Leon Tolksdorf. Giffey hatte den Meistertitel bereits 2011 an der Seite von Enosch Wolf errungen.
Gegen Purdue zeigte Kharchenkov, der sein erstes Jahr an der Universität spielt, eine starke Leistung mit 18 Punkten und acht Rebounds. Im Halbfinale trifft Arizona entweder auf die Michigan Wolverines um den Deutschen Malick Kordel oder auf die Tennessee Volunteers. Deren Viertelfinal-Duell steht am Sonntag um 20:15 Uhr an.
Historische deutsche Erfolge im College-Basketball
Weitere deutsche College-Meister in der Geschichte sind der 1993er-Europameister und spätere Bundestrainer Henrik Rödl, der 1993 mit den North Carolina Tar Heels triumphierte. Christian Ast gewann den Titel mit den Duke Blue Devils in den Jahren 1991 und 1992, während Magnus Pelkowski 1987 mit den Indiana Hoosiers siegte.
Erfolg auch bei den Frauen
Bei den Frauen zog derweil Nationalspielerin Clara Bielefeld ins Viertelfinale ein. Die TCU Horned Frogs besiegten im Achtelfinale die Virginia Cavaliers mit 79:69, wobei die 18-Jährige allerdings nicht zum Einsatz kam. Die Spielmacherin hatte bereits im Vorjahr zum deutschen EM-Kader gehört und besitzt gute Chancen, bei der anstehenden Heim-WM in Berlin vom 4. bis 13. September dabei zu sein.
Die March Madness, das K.o.-Turnier um den College-Titel, gilt als einer der absoluten Sporthöhepunkte im US-Kalender. Millionen Fans verfolgen die Spiele in den Hallen und im Fernsehen. Zu Beginn des Turniers waren 64 Teams an den Start gegangen, die sich in einem spannenden Wettbewerb messen.



