Linda Nosková hat das Wimbledon-Finale der Frauen gewonnen. Die 21-jährige Tschechin besiegte ihre Landsfrau Karolína Muchová in einem packenden Match, das über die volle Distanz ging. Nosková wehrte insgesamt fünf Matchbälle ab und zeigte facettenreiches Rasentennis, das selbst das tschechische Tennisidol Martina Navrátilová zum Kopfschütteln brachte.
Ein Finale der Extreme
Das Endspiel auf dem heiligen Rasen von Wimbledon war ein Auf und Ab der Gefühle. Nosková, die als Außenseiterin ins Finale gegangen war, kämpfte sich nach einem verlorenen ersten Satz zurück. Im entscheidenden dritten Satz lag sie bereits mit 5:6 und 0:40 zurück, ehe sie fünf Matchbälle der favorisierten Muchová abwehrte und den Satz im Tiebreak für sich entschied.
„Ich habe einfach versucht, jeden Punkt zu spielen und nicht an die Matchbälle zu denken“, sagte Nosková nach dem Match. „Es ist unglaublich, hier zu gewinnen.“ Muchová, die zuvor im Turnier stark aufgespielt hatte, zeigte sich enttäuscht, aber fair: „Linda hat heute besser gespielt, wenn es darauf ankam. Sie hat die entscheidenden Punkte gemacht.“
Emotionen bei der Siegerehrung
Auch bei der Siegerehrung gab es noch bewegende Momente. Nosková, die sichtlich überwältigt war, vergoss Tränen der Freude, während Muchová ihre Landsfrau herzlich umarmte. Die tschechische Hymne erklang, und die Fans im Centre Court feierten beide Spielerinnen mit Standing Ovations.
Mit diesem Sieg krönt sich Nosková zur neuen Wimbledon-Königin und schreibt tschechische Tennisgeschichte. Sie ist die erste Tschechin seit Petra Kvitová 2014, die den Titel in Wimbledon gewinnt. Für Muchová bleibt der zweite Platz, nachdem sie bereits 2023 in Paris im Finale stand.



