Noskova besiegt Muchova im tschechischen Wimbledon-Finale vor Prinzessin Kate
Noskova besiegt Muchova im Wimbledon-Finale vor Kate

Linda Noskova hat sich am Samstag im rein tschechischen Finale von Wimbledon gegen ihre Landsfrau Karolina Muchova durchgesetzt und ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Die 21-Jährige siegte nach einem dramatischen Nervenkrimi mit 6:2, 5:7, 6:3 und kassierte ein Rekordpreisgeld von rund 4,2 Millionen Euro. Das Match vor den Augen von Prinzessin Kate, der Schirmherrin des Turniers, dauerte 2 Stunden und 28 Minuten.

Ein Finale voller Wendungen

Das nackte Ergebnis spiegelt den Verlauf des Endspiels nur unzureichend wider. Noskova dominierte den ersten Satz und führte im zweiten bereits mit 5:2, ehe sie plötzlich die Nerven verlor. Fünf Matchbälle ließ sie ungenutzt, darunter ein Doppelfehler bei einem Matchball. Muchova kämpfte sich zurück, gewann fünf Spiele in Folge und den zweiten Satz. Im dritten Durchgang fand Noskova jedoch wieder zu ihrer Stärke und sicherte sich den Titel.

Historisches Finale zweier Tschechinnen

Es war das erste Grand-Slam-Endspiel der Profi-Ära seit 1968 zwischen zwei Tschechinnen. Prinzessin Kate verfolgte das Geschehen von der Royal Box aus. Noskova ist die jüngste Wimbledon-Siegerin seit 15 Jahren – 2011 hatte Petra Kvitova als 21-Jährige triumphiert. „Als Kind habe ich nicht viel Tennis geschaut, aber ich erinnere mich an Kvitovas Sieg. Das war einer der ersten Momente, in denen ich realisierte, dass Tennis existiert“, sagte Noskova nach dem Halbfinale. Kvitova saß ebenfalls in der Royal Box.

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Muchova erneut im Finale geschlagen

Für Muchova war es die zweite Finalniederlage bei einem Grand-Slam-Turnier nach 2023 bei den French Open gegen Iga Swiatek. Die 29-Jährige tröstete sich mit einem Preisgeld von rund 2,1 Millionen Euro. Beide Spielerinnen hatten auf dem Weg ins Finale jeweils einen Matchball abwehren müssen. Noskova gewann im Vorfeld das Turnier in Berlin, Muchova in Bad Homburg. „Wir sind sehr kreativ auf Rasen und können alle Facetten ausspielen – Aufschlag und Volley, Slice und Volley“, erklärte Noskova die tschechische Dominanz in Wimbledon.

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