Bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport in Hannover hat die Berlinerin Pauline Jagsch das Finale erreicht. Die 22-Jährige zeigte in den Vorläufen starke Leistungen und sicherte sich einen Platz unter den besten Acht. Damit folgt sie den Spuren von Kanu-Legenden wie Katrin Wagner-Augustin oder Sebastian Brendel, die ebenfalls aus Berlin kommen.
Druckfrei und leidenschaftlich
„Ich mache mir keinen Druck, ich fahre einfach aus Leidenschaft“, sagte Jagsch nach dem Vorlauf. Diese Einstellung hat sie weit gebracht: Bereits bei den U23-Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr gewann sie eine Bronzemedaille. In Hannover startet sie im Einer-Kajak über 500 Meter sowie im Zweier- und Vierer-Kajak.
Starke Konkurrenz
Die Konkurrenz ist hochkarätig: Mit dabei sind unter anderem die Olympiasiegerinnen Ricarda Funk und Sabrina Hering-Pradler. Dennoch blickt Jagsch zuversichtlich auf das Finale am Sonntag. „Ich will einfach mein Bestes geben und sehen, was möglich ist“, so die Berlinerin. Trainer Michael Müller lobte ihre Entwicklung: „Pauline hat in den letzten Jahren einen riesigen Schritt gemacht. Sie ist eine der größten Hoffnungen für die Zukunft.“
Hintergrund: Kanu-Hochburg Berlin
Berlin gilt als eine der wichtigsten Kanu-Hochburgen Deutschlands. Der Verein Kanu-Club Berlin hat bereits zahlreiche nationale und internationale Titel gewonnen. Pauline Jagsch trainiert dort unter der Leitung von Bundestrainer Jens Kahl. Die deutschen Meisterschaften in Hannover sind für sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.



