Ryan Fox gewinnt British Open: Erster Major-Titel für Neuseeländer
Ryan Fox gewinnt British Open: Erster Major-Titel

Ryan Fox hat bei der 154. British Open im Royal Birkdale Golf Club in Southport seinen ersten Major-Titel gewonnen. Der 39-jährige Neuseeländer sicherte sich den Sieg mit einem Birdie auf dem letzten Loch und einer Gesamtpunktzahl von 270 Schlägen. Damit setzte er sich gegen die US-amerikanischen Profis Cameron Young (271) und Sam Burns (272) durch.

Emotionale Siegerehrung und Familienglück

Nach dem entscheidenden Putt riss Fox die Arme in die Höhe und brüllte seine Freude heraus. Bei der Siegerehrung zeigte er sich überwältigt: „Ich weiß gerade gar nicht, was denken soll. Meine Kids haben gestern Abend noch gesagt, ich soll die Trophäe mit nach Hause bringen. Ich finde, das hier ist ein ziemlich cooler Pokal, den ich ihnen mitbringe.“ Der Sohn der neuseeländischen Rugby-Legende Grant Fox (64) erhielt ein Preisgeld von 3,2 Millionen US-Dollar (ca. 2,8 Millionen Euro) sowie die ikonische Sieger-Trophäe, den Claret Jug.

Rekordrunde am Samstag

Bereits am Samstag hatte Fox mit einer Rekordrunde auf sich aufmerksam gemacht. Am dritten Turniertag benötigte er nur 62 Schläge für die 18 Löcher auf dem anspruchsvollen Kurs von Royal Birkdale an der englischen Nordwestküste. Mit acht Schlägen unter dem Platzstandard von 70 verbesserte sich der Neuseeländer vor der Finalrunde um 50 Plätze auf Rang zwei. Damit ist er erst der siebte Spieler, der bei einem der vier Major-Turniere (US Masters, PGA Championship, US Open und British Open) eine Runde mit 62 Schlägen absolvierte.

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Fox' bisher größter Erfolg

Vor dem Sieg in Southport war Fox' größter Titel der Erfolg bei der BMW PGA Championship im Jahr 2023. Mit 39 Jahren ist er der älteste Spieler, der zum ersten Mal ein Major-Turnier gewinnen konnte, seit der Schwede Henrik Stenson vor zehn Jahren im Alter von 40 Jahren in Royal Troon triumphierte.

Fleetwood verpasst ersten Major-Titel

Für den Lokalmatador Tommy Fleetwood aus Southport reichte es nicht zum erhofften ersten Major-Titel. Der 35-jährige Engländer beendete die Open Championship in der Nähe von Liverpool zusammen mit dem Titelverteidiger und Weltranglistenersten Scottie Scheffler (beide 273) aus den USA auf dem geteilten vierten Platz. Nordirlands Golfstar Rory McIlroy (279) schloss das prestigeträchtige Turnier auf dem geteilten 40. Rang ab.

„Ich habe die Open noch nicht gewonnen, das hätte ich mir sehr gewünscht“, sagte Fleetwood der BBC. „Ich werde weiter darum kämpfen, aber das war etwas ganz Besonderes.“ Er lobte die heimischen Fans: „Das Publikum war einfach unglaublich. Nur sehr wenige Menschen dürfen so etwas in ihrer Karriere erleben. Ich bin allen unglaublich dankbar für das, was sie mir diese Woche geschenkt haben.“

Deutsche Teilnehmer scheitern am Cut

Für die beiden deutschen Teilnehmer waren die British Open bereits nach zwei Runden beendet. Der 21-jährige Amateur Tim Wiedemeyer und der 22-jährige Tiger Christensen scheiterten klar am Cut und schieden vorzeitig aus.

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