Sean McCann, der 21-jährige Bruder der 2007 verschwundenen Madeleine „Maddie“ McCann, tritt erstmals öffentlich als Spitzensportler in Erscheinung. Der Schwimmer ist einer von nur 25 Athleten, die Schottland bei den Commonwealth Games in Glasgow vertreten, die am Freitag beginnen. Mit seinen markanten grünen Augen, die denen seiner vermissten Schwester ähneln, fällt er nicht nur sportlich auf.
Vom Schatten der Vergangenheit zur Sportkarriere
Sean McCann, der seit Jahren der Öffentlichkeit fernblieb, hat sich nun für einen kurzen Instagram-Beitrag seines Schwimmteams filmen lassen. „Ich schwimme, seit ich acht bin. Meine Mutter brachte mich dazu. Am Anfang habe ich es gehasst“, erklärte er darin. Der Fall Maddie, der die Welt bewegte, überschattet seine Karriere: Maddie verschwand 2007 im Alter von drei Jahren aus einer Ferienwohnung in Praia da Luz, Portugal, während Sean im Nebenzimmer schlief. Bis heute wurde sie nicht gefunden.
Trainingsintensität für Olympia 2028
Seit seinem elften Lebensjahr trainiert Sean McCann mit „extremem Einsatz“. Er steht mehrmals pro Woche um 4 Uhr morgens auf, absolviert neun Schwimmeinheiten und drei Krafttrainingseinheiten pro Woche – insgesamt rund 20 Stunden. „Mein persönliches Ziel nach den Commonwealth Games sind die Olympischen Spiele“, sagte er. Für 2028 in Los Angeles könnte er sich qualifizieren.
Startberechtigung durch schottische Wurzeln
Sean McCann studiert Chemieingenieurwesen an der Elite-Universität Loughborough in England, die ein Leistungssportprogramm anbietet. Für Schottland darf er starten, weil sein Vater Garry McCann gebürtiger Schotte ist. Die Commonwealth Games gelten als Sprungbrett für Olympia.



