Marie Gülich über die bevorstehende Basketball-WM in Berlin
In zwei Monaten beginnt die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen in Berlin. Für die deutsche Kapitänin Marie Gülich ist dieses Heimturnier ein ganz besonderes Ereignis. „Ich spüre auf jeden Fall, dass die WM näher rückt, und freue mich darauf“, sagte Gülich im Interview mit dem Tagesspiegel. Gleichzeitig betonte sie die besondere Situation: Sie komme aus einer schweren Verletzung, einem Kreuzbandriss. „Auch wenn ich mit meiner Reha an einem guten Punkt bin, ist die Angst, vielleicht doch nicht rechtzeitig fit zu werden, manchmal schon noch da“, so die 28-Jährige.
Der Weg zurück nach dem Kreuzbandriss
Gülich verletzte sich im Januar 2023 schwer am Knie. Seitdem arbeitet sie intensiv an ihrem Comeback. Die Reha verlaufe gut, doch die Unsicherheit bleibe. „Es ist ein ständiger Prozess, Vertrauen in den Körper zurückzugewinnen“, erklärte sie. Die WM in Berlin sei für sie ein großer Ansporn, aber auch eine Herausforderung. „Ich will unbedingt dabei sein, aber ich muss auch auf meinen Körper hören.“
Medaillenhoffnungen und die Bedeutung des Turniers
Für die deutsche Nationalmannschaft ist die WM in Berlin eine historische Chance. „Das ist ein Meilenstein für den Frauenbasketball in Deutschland“, sagte Gülich. Die Mannschaft wolle sich nicht nur präsentieren, sondern auch um Medaillen kämpfen. „Wir haben eine junge, hungrige Mannschaft. Wenn wir an unsere Grenzen gehen, ist vieles möglich“, so die Kapitänin. Sie selbst träume von einer Medaille vor heimischem Publikum.
Leidenschaft für Sportpsychologie
Neben dem Sport interessiert sich Gülich stark für Sportpsychologie. „Die mentale Komponente ist im Basketball enorm wichtig“, erklärte sie. Sie nutze selbst Techniken aus der Sportpsychologie, um mit Druck und Rückschlägen umzugehen. „Nach meiner Verletzung hat mir das sehr geholfen, positiv zu bleiben und mich auf die kleinen Fortschritte zu konzentrieren.“
Die WM in Berlin findet vom 22. September bis 1. Oktober 2023 statt. Deutschland trifft in der Vorrunde unter anderem auf Serbien und Japan. Gülich hofft, bis dahin vollständig fit zu sein und ihre Mannschaft als Kapitänin auf das Feld führen zu können.



