Box-Weltmeister Kabayel: Kein Feierbiest, Trainer ist sein Held
Kabayel: Kein Feierbiest, Trainer ist sein Held

Historischer WM-Titel: Kabayel ist erster deutscher Schwergewichts-Champion seit 1932

Der neue Schwergewichts-Weltmeister Agit Kabayel sieht sich selbst nicht als Feierbiest. Nachdem ihm der Weltverband WBC mitgeteilt hatte, dass er der neue Champion ist, ließ er es zunächst ruhig angehen. „Zuallererst habe ich meinen Trainer angerufen, denn ihm gehört der Titel genauso wie mir“, sagte Kabayel im Interview der Mediengruppe „Münchner Merkur/TZ“. Der 33-Jährige ist damit der erste Deutsche seit Box-Legende Max Schmeling im Jahr 1932, der diesen prestigeträchtigen Titel führen darf.

Trainer als Schlüsselfigur: „Ich habe ihm alles zu verdanken“

Kabayel betonte die zentrale Rolle seines Trainers, der ihn bereits als 16-Jährigen entdeckte. „Damals war mir klar: Er wird mein erster und auch letzter Trainer sein. Ich habe diesem Trainer alles zu verdanken“, so der Boxer. Statt einer rauschenden Party wählte Kabayel eine bescheidene Feier: „Ich hatte danach einfach einen schönen Abend mit Freunden. Auch in den nächsten Tagen werde ich einfach ein bisschen entspannen und genießen.“

Glückwünsche von Prominenten: „Konnte noch nicht allen antworten“

Die Nachricht von seinem Titel verbreitete sich schnell. Von vielen Influencern bis zu Fußball-Nationalspielern habe er Nachrichten bekommen. „Ehrlich gesagt konnte ich noch nicht allen antworten“, gestand Kabayel. Die Tragweite seines Erfolgs ist ihm noch nicht vollständig bewusst: „Ehrlich gesagt kann ich das noch gar nicht wirklich realisieren. Ich habe jahrelang auf dieses Ziel hingearbeitet. Wahrscheinlich muss ich das erst mal sacken lassen, damit ich das begreifen kann.“

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WBC-Entscheidung: Usyk verzichtet, Kabayel rückt nach

Kabayel war am Samstag vom Weltverband WBC zum Schwergewichts-Weltmeister ernannt worden. Der Verband reagierte damit auf den Verzicht des ukrainischen Weltmeisters Oleksandr Usyk, der zuvor angekündigt hatte, alle seine Titel im Schwergewicht abzugeben. Im Profiboxen gibt es mehrere konkurrierende Weltverbände, die jeweils eigene Weltmeister küren.

Der Weg zum Titel: Interims-WM und erfolgreiche Verteidigung

Den WBC-Gürtel bekam Kabayel zugesprochen, weil er sich Anfang 2025 den Interims-WM-Titel nach einem K.o. gegen den Chinesen Zhilei Zhang gesichert hatte. Er stand somit in der Pole-Position als Herausforderer. Im Januar verteidigte er diesen Gürtel in Oberhausen erfolgreich gegen den Polen Damian Knyba.

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